Re-Boot Urlaub

Vorletzte Woche war ich mit der kleinen Maus im Urlaub. Jetzt nicht so richtig richtig Urlaub, aber zu Besuch bei meiner Tante. Schön raus aus der Stadt auf dem Land, mit Wiesen und Wald drumherum und vielen Tieren. Es war herrlich. Das Wetter war die meiste Zeit schön, wir haben viel unternommen. WM-Finale haben wir natürlich auch geschaut – allerdings ohne das fußballbegeisterte Kind.

Wir haben auch viel reden können, gerade auch darüber, wie es bei mir so läuft. Und ich musste auch einiges an Kritik einstecken, inbesondere beim Thema Erziehung. Also was Grenzen setzen angeht. Und Konsequenz. Alles in allem sehr konstruktive Kritik, die auch so geäußert wurde, dass ich sie gut annehmen konnte. Und meine Tante ist da mehr oder weniger vom Fach, da kann ich die Ratschläge und Tipps sehr viel besser annehmen als von anderen aus meiner Familie.Und ehrlich gesagt, hatte ich mir das auch erhofft von diesem Urlaub.

Auch die kleine Maus hat schon die ersten Lektionen lernen müssen direkt vor Ort. Angefangen beim Thema Essen. Im ersten Moment gab es einen Riesenprotest, viel Tränen und Geheul, doch inzwischen? Alles super. Die neuen Regeln sind größtenteils verstanden. Manchmal wird getestet, ob Mama auch gut aufpasst, aber dann reicht auch eine freundliche Erinnerung und schon klappt es wieder.

Im Spaß meinte ich, dass es ja hier wie im Boot-Camp wäre, da schaute meine Tante dann doch ganz schön betroffen. Und auch ein wenig beleidigt. Dabei hatte ich das gar nicht im Bösen gemeint. Sondern eher das Erlernen bestimmter Verhaltensweisen mit leichtem Druck und Konsequenz. Insbesondere für die kleine Maus, aber auch für mich. Natürlich waren die Rahmenbedingungen im Urlaub sehr viel besser als in einem echten Boot-Camp. Kein Putz- oder Küchendienst, Mitspracherecht bei der Tagesgestaltung und des Speiseplans. Zudem Bettgehzeiten wie es für uns am praktischsten war.

Für mich war es auch viel mehr ein REBOOT-Camp. Raus aus meinem Alltag, wo doch so viel festgefahren war. Endlich mal wieder die Akkus aufladen, den Kopf abschalten und alte Verhaltensweisen über Bord werfen. Alles wieder auf Anfang. Eine Systemwiederherstellung.

Ich merke das insbesondere jetzt, wo ich wieder zuhause bin. Die Energie ist wieder da, ich mag wieder Dinge in Angriff nehmen. Es wird ordentlich ausgemistet. Im Kopf aber auch real bei mir zu Hause. Mehr Ordnung, eine neue Ordnung. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie ich mich wirklich fühle, aber es ist durchweg positiv. Fast herrscht in mir eine Aufbruchstimmung, die mich hoffentlich ein Stück weiterbringt bei den Dingen, die noch vor mir liegen.

Und im Endeffekt ist dieser Eintrag heute meiner Tante gewidmet (ich weiß, sie liest mit, also kommt es auch bestimmt bei ihr an). Ein dickes Dankeschön an sie. Dafür, dass sie so offen ihre Meinung gesagt hat. Und dass sie so viele positive Anstöße gegeben hat. Und besonders dafür, dass wir eine so schöne und nette Zeit bei ihr und mit ihr verbringen konnten.

DANKE,DANKE,DANKE!!!

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