Wie heißt das Zauberwort?

Heutzutage sind die Vorstellungen, was man seinem Kind mitgeben möchte in der Erziehung, ja sehr weit gefächert. Jeder hat so seine ganz eigenen Favoriten, was denn nun ganz wichtig ist. Und auch, wenn man Höflichkeit und gutes Benehmen nicht auf seiner persönlichen Hit-Liste hat, so wird sie in den meisten Fällen vom Umfeld vorausgesetzt. Schließlich sind das der Grundstock des gemeinschaftlichen Miteinander.

Wobei… manchmal frage ich mich auch, ob das tatsächlich noch der Fall ist. Zumindest mir habe ich es auf die Fahnen geschrieben, dass das liebe Kind weiß, wie man sich höflich benimmt. Dabei geht es mir nicht um gesellschaftskonformes Angepasstsein, sondern ich glaube einfach, dass man mit ein wenig Freundlichkeit und Höflichkeit schon recht weit kommen kann. Und das unsere Gesellschaft davon auch ein wenig mehr vertragen kann.  😉

Auch ich bin als Kind immer angehalten worden, schön brav bitte und danke zu sagen. Später erweitert um die richtige Verwendung des Konjunktives und das Bitten nicht als Forderungen formuliert werden sollten. Nur war ich – im Gegensatz zu meinem Töchterchen –  sehr schüchtern. Und die permanente Aufforderung von Fremden oder gerne auch Großeltern / entfernten Verwandten mich der Höflichkeit halber zu äußern, obwohl (!!) ich mich dabei gar nicht wohl fühle, löst bei mir heute noch Bauchgrummeln aus. SO möchte ich das nicht mit meiner Kleinen handhaben.

Gerade der Satz „Wie war das Zauberwort?“ ist bei mir negativ besetzt.  Und habe ihn auch meiner Mutter verboten.

Doch wie fängt man es denn nun an mit der Höflichkeitserziehung? (grausiges Wort… ;-)) Im Endeffekt ganz einfach: vorleben. Dadurch, dass ich sowohl in der Gastronomie und auch im Einzelhandel schon einen sehr freundlichen Umgang gewohnt war, fiel es mir sehr leicht das auch ganz normal im Umgang mit der kleinen Maus umzusetzen. Sogar Schimpfen klingt bei mir höflich ^^. „ZIEH DIR BITTE JETZT END-LICH DIE SCHUHE AUS!“

Auch meiner Mutter habe ich eingeimpft es nicht nur einfach zu verlangen, dieses bitte und danke. Sondern vorzuleben. Natürlich erinnern wir die kleine Maus auch hin und wieder diese Wort zu benutzen. Oder wenn sie etwas fordert, einfach sagen, dass wir es ihr gerne geben, wenn sie uns denn lieb fragt. Ich muss sagen, es funktioniert. Nicht immer, aber in bestimmt 70% der Fälle.

Und es ist immer besonders niedlich, wenn man dem eigenen Kind völlig verschlafen das Frühstück vorsetzt, sogar selber nichts sagt, und das Kinde einem dann ein zuckersüßes Danke! zukommen lässt. Oder genauso niedlich im Zwiestreit mit einem anderen Kind um ein Spielzeug sagt: „Kannst du mir das bitte wieder zurückgeben?“

Dabei fällt mir ein, demnächst sollten wir mal an dem Durchsetzungsvermögen arbeiten. Höflich kann sie ja. Nur leider bringen freundliche Nachfragen nicht viel bei anderen knapp Dreijährigen. Nur bei uns Erwachsenen.

More is yet to come,

M.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s