#aufAugenhöhe: Putzen ist erlernt und nicht vererbt

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade von Kerstin von Chaoshoch2. Ausgelöst wurde die Diskussion ursprünglich durch diesen Artikel auf Papa-Online. Der Beitrag an sich bezieht sich grundsätzlich auf das leidige Thema Putzen und Haushalt in Beziehungen und die Missverständnisse, zu denen es (laut Autor) kommen kann. Daraus hat sich aber inzwischen eine Diskussion rund um Beziehungen auf Augenhöhe entsponnen. Und da ich ja gefühlt überall meinen Senf dazugeben möchte, erweitere ich den Meinungsfundus nun um meine eigene.

Ich hatte zwischenzeitlich überlegt, gleich zwei Beiträge zu dem Thema zu verfassen, habe es mir jetzt aber doch verkniffen. Also nicht wundern, sollte dieser Beitrag ein wenig länger sein als gewohnt ( und dabei war ich noch nie ein Freund des Kurzfassens… ).

Fangen wir also mit dem Artikel an sich an. Zuerst wird die These verfasst, dass Männer so rein theoretisch gar nicht in der Lage sind, den aktuellen Haushaltsstand zu überblicken. Das sei irgendwie genetisch und die Hemmschwelle, wann etwas zu dreckig, zu stinkend ist, wäre bei ihnen höher. Von daher könnten sie nichts dafür, wenn ihnen die desolate Lage an der Putzfront nicht auffiele. Aus meiner Sicht vollkommener Blödsinn – zumindest das mit Genetik. Dazu komme ich dann aber gleich noch mal ausführlicher.

Den zweiten (wichtigen) Punkt, den der Autor anspricht, ist der der fehlgeschlagen Kommunikation. Ich finde es schade, dass er bei einer krakeelenden Rasselbande, die seiner Partnerin offensichtlich Mühe bereitet, die Notwendigkeit nicht erkennt, hier unterstützend zur Seite zu stehen. Allerdings kann ich schon verstehen, dass man ab und an in the zone ist und dann wirklich nichts mehr um sich herum mitbekommt. Kenne ich auch.

Dass Männer aber nicht in der Lage sein sollen, indirekte Formulierungen zu verstehen, halte ich aber für ein Gerücht. Zumal auch Christian vom Familienbetrieb in diesem netten Blogpost eben dieses widerlegt:

Denn die Freundin sagte heute Morgen: „Die Kiste mit dem Weihnachtsschmuck müsste mal aus dem Keller geholt werden.“ Leserinnen und Leser, die in langjährigen Beziehungen leben, werden diese Art des Formulierens kennen: Der wunderbare Axel Hacke hat es einmal als das Partnerschafts-Passiv beschrieben. Es kommt zum Einsatz, wenn Dinge erledigt werden sollen, die man auf gar keinen Fall selbst machen möchte. Zum Schutze des häuslichen Friedens ist es allerdings nicht opportun, vom Partner oder der Partnerin zu verlangen, diese Dinge zu tun.

Wenn also dieser Vertreter der männlichen Spezies in der Lage ist, passivisierte Sachverhalte zu erkennen oder sogar vielleicht auch das Parnterschafts-Wir zu verstehen (diese Fähigkeit unterstelle ich ihm einfach mal frech), dann sollte dies doch mehreren Vertretern möglich sein. Oder etwa nicht?

Ich vermute ganz stark, dass sich eben dieses Musterexemplar die Mühe gemacht hat, auf seine Freundin einzugehen, ihre Sprachgewohnheiten genauer betrachtet hat und den Subtext ganz für sich allein in männertaugliche Ansagen verwandelt hat. WOW.

Vielleicht sollte man sich als Paar einfach mal über die Kommunikation bewusst werden. Jetzt nicht einseitig zu Lasten der Frau im Haus. Denn, wenn sie schon den Haushalt und die Kinder überwachen muss, um dem Mann rechtzeitig Bescheid zu geben, dass er in Aktion treten muss, dann sollte sie nicht auch noch ständig über ihren Sprachgebrauch nachdenken müssen. Das eigene Verhalten, und sei es „nur“ der Sprachgebrauch, ändert sich nicht so leicht. Da kann es schon von Vorteil sein, wenn man sich bespricht, wem was leichter fällt. Vielleicht könnte auch einfach der Mann den Partnerschaftspassiv erlernen. Das wäre mal entgegenkommend.

Bringt natürlich alles nix, sollte die Partnerin tatsächlich nicht in der Lage sein, ihre Gedanken und Wünsche zu äußern. Da gebe ich dem Verfasser des Textes tatsächlich mal recht.

Nun komme ich aber mal zum tatsächlichen Knackpunkt des Textes: PUTZEN und HAUSHALT. Angeblich hätten Männer dort – genetisch bedingt – eine andere Hemmschwelle. Das bezweifle ich doch stark. Denn wenn ich mir Kleinkinder angucke, stelle ich fest, dass sie Systeme sehr ansprechend finden. Ob nun diese Steckwürfel oder Ring-Steck-Geschichten. Egal welchen Geschlechts, in einer bestimmten Phase ist das fast magisch für die Kleinen. Immer wieder, stundenlang können Kinder nur damit spielen. Es ist die Gesetzmäßigkeit, die Ordnung dahinter, die mit soviel Spaß entdeckt wird.

Ab einem gewissen Punkt wird wurde diese Tendenz dann aber nicht mehr bei Jungs gefördert, dafür dann nur noch bei den Mädchen. Was zur Folge hat, dass die Erwartungshaltung sehr unterschiedlich ist, wenn denn diese Kinder erwachsen wurden. Der heutige, inzwischen erwachsen gewordene Mann erwartet, dass sich der Haushalt von alleine regelt. Er hat den Blick verloren für Ordnung und Sauberkeit bzw es fehlt die innere Motivation, einen bestimmten (hohen!) Standard zu halten. Heutige Frauen sind da meist anders gepolt. Natürlich gibt es da auf beiden Seiten Ausnahmen und Abstufungen, aber grob über den Kamm geschert kann man das mal so stehen lassen.

Das klingt jetzt schon wieder wie die perfekte Ausrede für alle Männer, die einfach keinen Bock haben im Haushalt zu helfen. Soll es aber nicht sein. Denn jetzt komme ich mit meinem persönlichen Beispiel:

Ich bin die weibliche Variante des Mannes, wenn es um das Thema Putzen oder Haushalt geht. Fakt. Ich bin mindestens genauso unordentlich und chaotisch wie der typische Klischee-Macho-Kerl. Es gab Zeiten, da stapelten sich Pizza-Kartons und Mülltüten in meiner Küche. Wollmäuse spielten Fangen auf dem Laminat. Meine Wäsche befand sich so gut wie nie innerhalb meines Kleiderschranks, sondern in verschiedenen Stadien der Waschvor- und -nachbereitung. Ich habe auch lange Zeit nicht verstehen können, wie man so viele verschiedene Putzprodukte besitzen konnte (z.T. immer noch nicht, aber das ist ein anderes Thema).

Wie war es dazu gekommen? Zu allererst war ich ein verwöhntes Einzelkind. Ein Einzelkind geschiedener Eltern. Meine Mutter, die ein kleiner Putzteufel ist mit einem nicht zu verachtenden Putzfimmel, hat alles für mich erledigt. Auch so ein wenig aus schlechtem Gewissen, da ich ja geschiedene Eltern habe. Lerneffekt für mich gleich Null. Die meiste Zeit ließ ich es geschehen. Nur als sie ein völlig unlogisches Sortiersystem in meinem Kleiderschrank einführte, begehrte ich auf und verbot ihr, zukünftig meine Kleidung einzusortieren. Das machte ich dann lieber selbst. Die Tendenz war quasi da.

In der Pubertät zog ich dann zu meinem Vater. Er hatte eine schwere Trennung hinter sich, ich hatte auch so meine (psychischen) Probleme. Da wir nun endlich nicht mehr auf einen Mitbewohner angewiesen waren, um die Wohnung bezahlen zu können, war der äußere Zwang, ordentlich zu sein für uns geringer. Und mein Vater holte seine beste Männermanier raus: Unordnung deluxe. Wie man sich das bei Junggesellen halt so vorstellt. Und ich hing mit drin. Am Anfang begehrte ich noch auf. Mir war das zu unordentlich! Ich bat um klare Aufgabenverteilung, strukturierte Putzpläne und stieß auf taube Ohren. Und da ich noch kein System hatte, wie das funktioniert mit dem Haushalt und dem Putzen, passte ich mich an. In meinem Empfinden, was sauber genug ist oder halbwegs ordentlich.

Ich habe jetzt also die Werkseinstellung des „typischen Mannes“. Doch darauf ruhe ich mich jetzt nicht aus. Denn ich habe ein Kind. Und meiner Tochter möchte ich es ersparen, die gleiche Prägung zu bekommen wie ich. Ich sehe ihren inneren Wunsch nach Regelmäßigkeit und Ordnung. Kaum hatte ich ihr einen festen Platz für ihre Mützen und Schals eingerichtet, fing sie an selbstständig dafür zu sorgen, dass die Mütze vom Kopf später in der richtigen Schublade landet. Sie imitiert im spielerische alle Haushaltsaktivitäten. Sie wäscht, sie kocht, sie fegt, sie bügelt. Erstmal nur im Spiel. Aber sie beteiligt sich schon im Haushalt. Hilft mir die Geschirrspülmaschine auszuräumen, steckt die Wäsche in die Waschmaschine. Sie deckt teilweise schon mal den Tisch. Dabei ist sie noch nicht mal drei.

Und was ist denn jetzt mit meinen Putzqualitäten?! Immer noch mittelmäßig. Ich bemühe mich sehr, meine Angewohnheiten zu verändern. Für meine Tochter. Das mit der Wäsche läuft so langsam. Die Schränke sind tatsächlich mal voll und in den meisten Fällen gibt es keine Kleiderengpässe. Saugen und Wischen ist noch nicht so meins. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie oft ich das machen muss. Auch mein Bad ist zuweilen noch etwas vernachlässigt. Meist habe ich es nicht auf dem Schirm, wie oft man da ran muss und putze erst, wenn ich die ersten Kalkflecken sehe…

Auch wenn ich das jetzt hier so lapidar hinstelle, es ist nicht leicht. In Kürze werde ich 28 und ich habe nach wie vor keine Vorstellung davon, wie Haushalt „richtig“ geht. Es gibt kaum Handgriffe, die so nebenbei passieren. Geschirr automatisch in die Küche bringen? Fehlanzeige. Wäsche vom Vortag direkt in den Wäschekorb? Eher selten. Jeden einzelnen Handgriff muss ich bewusst ausführen. Mich bewusst daran erinnern. Da ich alleinerziehend bin, bleibt alles an mir hängen, ohne Anleitung von außen „wie das so geht“. Es ist wirklich anstrengend, und wenn ich nur Single wäre ohne Kind, dann würde ich mir die Mühe nicht machen.

Aber ich habe ein kleine Tochter. Ich sehe ihre Bedürftigkeit. Sie soll es später leichter haben in den Haushaltsdingen. Und deswegen versuche ich alte Gewohnheiten zu überschreiben. Taste mich heran, was die besten Methoden, Abläufe etc. sind, damit der Haushalt nicht aus dem Ruder läuft. Und mein Ordnungsempfinden meldet sich wieder. Eigentlich hat es nur geschlafen.

Für meine Tochter empfinde ich Liebe, ich respektiere ihre Wünsche und Bedürfnisse. Und aus dem Grund stelle ich mich der Aufgabe, ganz alleine zu lernen, wie das denn nun geht mit dem Putzen. Aus Liebe und Respekt.

Warum also soll das nicht auch einem Mann möglich sein? Wenn er merkt, dass sich seine Partnerin wirklich Entlastung wünscht, manche Aufgaben gerne komplett abgeben möchte, die grundsätzliche VERANTWORTUNG dafür, warum nimmt er ihren Wunsch dann nicht an? Auch in einer Beziehung herrscht in der Regel Liebe und Respekt. Kann er dann nicht aus eben diesen Gründen seine Gewohnheiten und Hemmschwellen ein wenig nachjustieren? Er muss das doch nicht alles plötzlich allein machen, er könnte sich ja sogar anfängliche Anleitung erbitten (das ist mehr als ich habe!). Das wäre ja auch nur gerecht, schließlich ist Mann sich nicht zu fein, mal eben eine Änderung des Sprachgebrauchs bei der Freundin zu verlangen.

Um mich jetzt mal komplett von diesem Blogbeitrag zu lösen: ich will hier jetzt nicht die absolut akkurate hälftige Haushaltsteilung fordern. Wie genau sich das ausgestaltet, soll jedem Paar selbst überlassen sein. Ob jetzt jeder für alles zuständig ist, oder der Mann den Müll rausbringt und seine Hemden bügelt, oder vielleicht der Mann komplett den Haushalt schmeißt, weil „Hausmann in Elternzeit“ – das ist doch alles Verhandlungssache. Wichtig ist nur, den Partner ernst zu nehmen, in dem, was er sich wünscht und in dem, was er leisten kann. Wie so in vielen Beziehungsdingen wird man hier um Kompromisse nicht herumkommen. Und Kompromisse finden immer auf beiden Seiten statt!!

Und jetzt folgt noch der zweite Teil. Uff. Warum auf Augenhöhe so wichtig ist in Beziehungen und manchmal so schwer zu erreichen.

Inzwischen bin ich eine alleinerziehende Mutter. Und Single. Offenkundig hat die Beziehung zu dem Vater meiner Tochter nicht hingehauen. Was viel damit zu tun hatte, dass wir keine vernünftige Basis herstellen konnten für unsere Beziehung. Und gleich vorneweg: ich habe einen großen Respekt vor meinem Ex und ich empfinde zum Teil noch mehr für ihn als ich sollte.

Mein Ex ist Nigerianer. Seine ganzes Familienverständnis basiert auf einem patriarchalischem Weltbild. Der Mann hat die Hosen an, ist der Entscheidungsträger. Die Frau deckt ihm den Rücken, nimmt seine Vorgaben an. In der Regel ist sie es, die ausschließlich für Haushalt und Kinder zuständig ist. Teilweise geht auch sie wie der Mann arbeiten, damit sie über die Runden kommen. Das hat er in seiner Kindheit vermittelt bekommen. Fakt. Das muss ich nicht toll finden, ändern kann ich daran nichts.

Allerdings hat seine Mutter ihm gezeigt, wie man kocht und wie man putzt. Vielleicht als Hilfe, damit sie solange er noch Kind ist, etwas Unterstützung hat. Ihm hat sie es mitgegeben für die Zeit, in der er noch keine Frau hat, die ihm das abnimmt.

Darüber hinaus ist er der Erstgeborene. Der Stolz der Familie, aber auch der, auf den sich alle verlassen. ER soll alles richten. Seine Familie war für nigerianische Verhältnisse mal recht gut aufgestellt finanziell. Bis dann der finanzielle und gesellschaftliche Abstieg begann für sie. Von der Innenstadt in die Außenbezirke gezogen. Schulbesuch war zwar für alle Kinder drin (sie sind zu fünft), aber darüber hinaus nicht mehr sehr viel mehr. Also wurde er als Ältester nach Deutschland geschickt, er sollte hier studieren und dann mit dem Ausländischen Abschluss einen respektablen Job bekommen in Nigeria. Mit dem gut verdienten Geld natürlich die Familie unterstützen.

Er kam zwar nach Deutschland, aber es gestaltete sich nichts so einfach wie erhofft. Und dann traf er mich. Mit meinen ganzen Macken und Befindlichkeiten, noch nicht mal in der Lage vernünftig den Haushalt zu schmeißen. Aber die Anziehung war da. Und irgendwann auch das kleine Kind in meinem Bauch.

Wir versuchten das Beste aus der Situation zu machen. Aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse seinerseits fiel mir der ganzen Behördenkram zu. Gerade auch was das finanzielle anging. 2 Monate nach Geburt unserer Tochter war es uns überhaupt erst erlaubt zusammenzuziehen. Und ab da an ging eigentlich alles abwärts.

Ich brauchte Hilfe. Neben dem ganzen Behördenkram für mich, musste ich mich gleichzeitig auch um seine Sachen kümmern. In meiner Mutterrolle war ich noch gar nicht richtig angekommen, körperlich noch nicht wieder auf dem Posten. Hinzu lebte ich nicht mehr allein, sondern plötzlich mit noch zwei anderen zusammen (Kind und Freund). Mit einem Mal war das mit dem Haushalt omnipräsent. Ich verstand nicht, warum er das nicht einfach übernehmen konnte. Er konnte es sogar besser als ich! War viel ordentlicher und seine Hemmschwelle soviel niedriger als meine. Zudem versorgte ich doch auch unser Kind. Rund um die Uhr. Alle zwei Stunden stillen. Das schlaucht. Und dass das Geld reinkam, war doch auch nur mir zu verdanken. Warum dann nicht die Rollen tauschen? Ich Kohle, er Haushalt.

Wirklich ausgetauscht haben wir uns nicht darüber. Maximal gestritten und uns das entgegengeschrien. Aus seiner Sicht konnte er gar nicht nachvollziehen, warum mir der Haushalt so schwerfiel. Und warum ich es mir nicht so einfach angewöhnte. Dass ich zu überlastet war, sah er nicht. Und dass meine persönliche, psychische Vorgeschichte auch mit hineinspielte, verstand er nicht. Auch dass meine Mutter mir nicht noch mehr zur Hand ging, leuchtete ihm nicht ein. In Nigeria war das selbstverständlich, dass die weibliche Verwandtschaft die erste Zeit – z.T. das erste Jahr – unterstützend einwirkte. Tat seine Mutter ja auch bei seiner Schwester (meine Tochter ist eine Stunde älter als ihr Sohn).

Und dass ich für unser Einkommen verantwortlich war, passte ihm eigentlich so gar nicht. Er war ein stolzer, afrikanischer Mann – ein kleiner Macho. Und aufgrund der Umstände konnte er seine Rolle als Ernährer nicht ausfüllen. Er war auf meine Hilfe angewiesen. Die Sprache war ihm nicht so vertraut, unser bürokratisches System noch weniger. Obendrauf hatte er seine Familie im Nacken, die permanent Geld von ihm haben wollte. Sie in den meisten Fällen wirklich dringend brauchte.

Tja, und da waren wir nun. Gefangen zwischen unseren verschiedenen Rollen-Leitbildern. Verlangten von dem anderen sich gefälligst zu ändern, anzupassen. Sahen das eigene Rollenbild als besser, als richtiger oder wertvoller an als das des Anderen. Jeder fühlte sich im Recht und schaute von der eigenen hohen Warte auf den anderen herab. Nie, aber wirklich nie begegneten wir uns wirklich auf Augenhöhe.

Ja, und das ist vorerst das Ende der Geschichte. Noch bevor unsere Tochter ein Jahr war, waren wir getrennt. Ein halbes Jahr später zog er aus. Die Situation beruhigte sich zwischen uns. Zwischenzeitlich besprachen wir die Möglichkeit, doch wieder ein Paar zu werden. Es war ein auf und ab. Was jedoch klar war: nicht mehr zusammen wohnen. Im Endeffekt haben wir es dabei belassen – wir sind getrennt, wir leben getrennt. Und so langsam fangen wir an uns auf Augenhöhe zu treffen. Er erzählt mir sehr viel mehr von sich als früher in der Beziehung. Ich bin sein sicherer Hafen, sein Anker und sein Richtungsgeber (gerade im bürokratischen Gewässer). Aber auch Vertraute und Freundin.

Damit will ich nicht sagen, dass es für uns Hoffnung gibt als Paar. Da ist der Zug glaube ich abgefahren. Aber als Eltern besteht definitiv noch Hoffnung. Und vielleicht, nur vielleicht, gibt es ja doch noch eine Chance für uns. Aber dann wahrscheinlich nur außerhalb jeglichen Rollenmodels. Und zuvor arbeitet jeder für sich an sich selbst. Beruflich, charakterlich.

More is yet to come,

M.

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