Shades of Pink #6: Call me Rumpelstilzkin

Wie schon Anfang des Jahres angekündigt, kommt von meiner Seite noch eine Aktualisierung zum Trotzverhalten meiner Tochter. Sie hatte ja immer schon einen … nun ja, nennen wir es starken Willen. Dem trägt sie weiterhin Rechnung. Und zwar phasenweise in einer Heftigkeit, die mich an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringt.

Im Vorfeld hatte ich ja schon einmal berichtet, dass ich mit dem Versuch, mit Ritualen und wiederholenden Abläufen die Wutanfälle zu begrenzen, ordentlich vor die Wand gefahren bin (wer es noch einmal nachlesen möchte, hier geht es zum Link). Also habe ich da ein wenig ausgemistet und die Rechte meiner kleinen Tochter ordentlich beschnitten.

Und tatsächlich, es würde besser! Jetzt darf ich wieder selber bestimmen, wer die Spülung betätigt. Zwar waren die Wochen der Umstellung nicht gerade einfach – es war ohrenbetäubend -, aber im Endeffekt hat es sich gelohnt. Natürlich habe ich nicht alles abgeschafft, was Ordnung in den täglichen Tagesablauf bringt, aber wir sind jetzt flexibel. An manchen Stellen nutze ich feste Rituale aber auch nach wie vor. Zum Beispiel beim Bett-Geh-Ritual. Das ist normalerweise sehr starr, damit sich die kleine Maus auch auf ungeliebte Dinge einlässt (Schlafanzug anziehen, Zähne putzen).

Dafür sind die Auslöser für ihre Wutanfälle nun unvorhersehbarer. An manchen Tagen reicht es nur, wenn ich ihre Mütze zurecht rücke, dass sie komplett ausflippt. Und ich meine AUSFLIPPT! Lautes Gebrüll, Stampfen, Um-sich-Schlagen. Sie schubst, schlägt und läuft weg. Auch wirft sie regelmäßig Dinge durch die Gegend oder schlägt die Türen zu. Ein Wutzwerg ohne Gleichen.

Oder halt wie Rumpelstilzchen, als die Königin seinen Namen erriet. Was meine Kleine tatsächlich im Wutanfall mal zitierte („Das hat dir der Teufel gesagt!“). XD

Was die Sache auch nicht gerade leichter macht, ist, dass sie das Kreischen wieder für sich entdeckt hat. Ich sage wieder. Denn als Baby weinte und schrie sie nicht. Ab dem 4. Monat bis fast ein Jahr kreischte sie. Und tut dies phasenweise immer wieder. Zumindest bin ich aktuell ganz froh, dass wir diese dickwandigen IKEA-Gläser haben, so muss ich mir nur Sorgen um meine Ohren machen und nicht auch noch ums Geschirr.

Die Frage ist, wie ich die momentane Lage ein wenig verbessern kann. Nachdem sich unser Nachbar wegen der Türschlagerei beschwert hat (zugegebenermaßen zu recht), lässt die kleine Maus das jetzt tatsächlich. Aber die Heftigkeit der Wutanfälle bleibt. Und die Tonlage. Da ich ja selber auch ein recht großer Wutzwerg bin, kann ich ihr da auch nicht so großartig ein Vorbild sein. Zwar biete ich ihr immer wieder an, sich einfach mal an einem Kissen abzureagieren, aber sie weigert sich kategorisch. Sie ist lieber laut und sehr ungehalten. Dementsprechen keifen wir zwei – naja eineinhalb – Weiber uns häufiger mal an.

Da mein liebes Töchterlein noch nicht ganz drei ist, mache ich mich noch auf eine harte Zeit gefasst. Wie lange waren die gleich nochmal in der Trotzphase? Oder geht das kontinuierlich in die Pubertät über?

To be continued,

M.

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