Familienhebammen: Engel oder Teufel?

Anfang der Woche wurde ich von Lena von der Schmetterlingsfamilie gebeten, ein wenig von meinen Erfahrungen rund um die Familienhebammen zu berichten. Da dies sowieso schon seit längerem auf meiner Agenda steht, setze ich es jetzt einfach mal um. 😉 Und zwar in Form eines Interviews mit mir selber.


 

Du hast nach der Geburt Deiner Tochter eine Familienhebamme in Anspruch genommen. Kannst Du bitte kurz erzählen warum?

In der Schwangerschaft war mir schon klar, dass die Situation nach der Entbindung sehr schwierig für mich werden bzw. mich einfach überfordern könnte. Und im Endeffekt hat sich das alles bewahrheitet. Nach der Geburt ging es mir nicht nur sehr schlecht körperlich, auch meine Tochter war nicht unversehrt – gottseidank nur vorübergehend, aber das stand damals ja noch nicht fest. Die Situation mit meinem Freund war auch recht schwierig. Anfangs durfte er nicht mit mir zusammen leben aufgrund seines Aufenthaltsstatuses. Das mussten wir direkt nach der Geburt erst einmal klären. Auch der restliche Behördenkram blieb an mir hängen – also meiner, seiner und von der kleinen Maus. Hinzu die Arztbesuche für meine Kleine inklusive Physiotherapie zweimal die Woche. Es war nicht einfach. Mir wurde es zuviel.

Woher wusstest Du überhaupt von den Familienhebammen? Wurde Dir dazu geraten?

Zusammen mit dem Mutterpass bekam ich vom Frauenarzt ganz viel Broschüren und Ratgeber. Und mit dabei war dann auch etwas über Familienhebammen. Auch im Internet bin ich mal darauf gestoßen. Überhaupt habe ich extrem viel gelesen und recherchiert in der Schwangerschaft. Die Hormone…

Die Informationen behielt ich die ganze Zeit im Hinterkopf und als ich dann wirklich überfordert war, habe ich dann meine reguläre Hebamme gebeten, den Kontakt herzustellen. Witzigerweise war sie sogar mit einer der Verantwortlichen bekannt, dass erleichterte den Kontakt schon ein wenig.

Hattest Du denn keine Bedenken, dass Du Dir damit selber ein Stempel verpasst? Dir vielleicht das Kind weggenommen werden könnte?

Ich finde, da muss man ein wenig unterscheiden. Zuallererst ist es ein zusätzliches Hilfsangebot. Das kann sich genauso an die Teenie-Mutter richten wie an die Zwillingsmutter. Sie helfen auch, wenn es aufgrund eines Migrationshintergrundes Schwierigkeiten gibt. Auch bei sozialer Isolation helfen sie ein entsprechendes Netz zu spannen. Es sind halt nicht nur „die Problemfamilien“, ohne Einkommen, mit Gewalt und Suchtproblemen. Aber zum Teil dann halt auch.

Zudem gibt es die Möglichkeit, sich anonymisiert für drei Monate helfen zu lassen. Quasi also Kurzzeithilfe ohne das eine Akte beim Jugendamt angelegt wird. Oftmals braucht es nämlich nur eine Orientierung, wo man die Unterstützung und Hilfe über ander Organisationen bekommen kann. In dem Fall droht einem dann nichts, da das Jugendamt gar keine Kenntnis erlangt hat.

Außerdem finde ich, hat es einen sehr viel positiveren Touch, wenn man sich selbst Schwächen eingesteht und Hilfe einfordert. Man signalisiert, dass man etwas ändern möchte und die Hilfen greifen dann auch viel besser. Wenn man erst versucht alles allein zu regeln, es nicht schafft und dann das Jugendamt von außen zugeschaltet wird, dann ist die Wahrnehmung nicht mehr ganz so positiv.

Für welche Regelung hast Du Dich dann letztendlich entschieden?

Anfangs habe ich das Drei-Monats-Modell gewählt. Einfach um zu sehen, ob und was es mir bringt. Auch, ob die Überforderung nur temporär ist oder doch längerfristig. Nach Ablauf der Zeit setzten wir uns noch einmal zusammen, wie es weitergehen solle. Bei den Familienhebammen ging es für mich nicht weiter, wir beschlossen eine andere Form der Unterstützung.

Wie lief der erste Kontakt zu den Familienhebammen ab?

Ganz genau weiß ich nicht mehr, ob ich damals anrief oder meine Hebamme. Das Erstgespräch zur Einschätzung fand bei mir in der Küche statt. Die beiden Verantwortlichen kamen vorbei – die eine war Familienhebamme, die andere Sozialpädagogin, glaube ich.

Natürlich war es erst einmal komisch. Es ist nie leicht, sich einzugestehen, dass man es doch nicht auf die Reihe bekommt. Jedenfalls nicht alles. Mir wurde schnell signalisiert, dass ich Hilfe bekommen sollte, nur das WANN war noch nicht klar. Der Bedarf ist manchmal einfach zu hoch. Für den Anfang reichte mir die Aussage aber und die Hilfe begann dann glaube ich auch zwei Monate später.

Wie lief das dann ab? Also die konkrete Hilfestellung? Und was war mit der regulären Hebamme?

Die normale Hebamme machte ganz normal ihre Arbeit. Wochenbettbetreuung und noch einige Termine darüberhinaus zum Thema Abpumpen, Beikost etc. Die Termine mit der Familienhebamme waren unabhängig davon. Anfangs war es viel Behördenkram. Anträge stellen. Einsprüche formulieren. Auch viel rechtliches.

Manchmal war es schon halb therapeutisch. Sie hörte mir zu, nahm meine Befindlichkeiten ernst. Für mich war es ganz praktisch, dass sie selbst Kinder von einem Afrikaner hatte. Viele Dinge konnte sie einfach besser nachvollziehen bzw konnte einfach aus eigener Erfahrung heraus auch Tipps geben.

Sie hat aber auch daran gearbeitet, meine soziales Netz zu verbessern. Machte mich mit dem „Gemeinsam wachsen“ – Konzept in Hannover bekannt und begleitete mich in eine solche Babygruppe. Zudem machte sie mich mit einem ihrer anderen Schützlinge bekannt. Auch eine junge Mutter, deren deutsch-afrikanische Tochter nur eine Woche jünger war als meine.

Worüber wurde das überhaupt finanziert? Übernimmt das dann auch die Krankenkasse?

Die Krankenkasse hat damit überhaupt nichts zu tun. Meines Wissens haben die Familienhebammen ein eigenes Budget, dass aus dem Topf des Jugendamtes gespeist wird.

Das hört sich jetzt ja alles sehr positiv an. Gibt es auch Dinge, die dich gestört haben?

Doch, ein paar Dinge gab es schon. Meine Familienhebamme war in vielen Dingen recht gemächlich. Gerade bei den behördlichen Geschichten hätte ich jemanden gebraucht, der mich mehr in den Hintern tritt. Das fiel mir dann insbesondere auf, als sie Urlaub hatte und ich mit ihrer Vertretung gearbeitet habe. Die nämlich genau das gemacht hat.

Auch manche Empfehlungen kann ich aus heutiger Sicht nicht so ganz nachvollziehen bzw finde ich nicht so prickelnd. Mir wurde zum Beispiel massiv davon abgeraten meinem Freund „seinen Teil“ des Sorgerechts zuzugestehen. Dabei war schon klar, dass es mit der neuen Gesetzeslage, relativ einfach sein würde, dies einzuklagen. Er solle sich halt erstmal beweisen, bevor er überhaupt Rechte an unserer Tochter bekommt. Ich kann zwar nachvollziehen, dass bei den Fällen, die sie meist betreuen, oftmals die Vorurteile bestätigt werden. Aber unser Fall liegt doch anders und das wurde so nicht berücksichtigt.

Auch die generelle Empfehlung des „Jedes Kind kann schlafen lernen“ – Buches irritiert mich rückblickend. Also die uneingeschränkte Empfehlung. Auch da sehe ich den Kontext. Trotzdem gilt es da meiner Ansicht nach abzuwägen.

Zum Ende der Betreuungszeit lief es für mich dann noch etwas unglücklich. Erst war meine Familienhebamme im Urlaub, anschließend noch einige Zeit krank. Meine Hilfe ging dann zuende, ohne dass ich sie noch einmal gesehen hatte. Komplett ohne Abschied. Dadurch wurde auf versäumt, weitere Hilfen zu planen. Die Vertretung nahm das dann noch schnell in die Hand. Das Gespräch beim Kommunalen Sozialen Dienst (KSD) begleitete sie noch – in ihrer Freizeit, da ich schon offiziell raus war.

Was würdest Du jemanden raten, der sich überlegt die Hilfe der Familienhebammen in Anspruch zu nehmen?

Zuallererst sollte sich der Betreffende informieren, ob es das tatsächlich in seiner Stadt oder Umgebung gibt. Das gibt es glaube ich nicht überall. Auch wie die Organisationsstruktur genau geregelt ist, ist unterschiedlich. Von der Hierarchie her steht das Jugendamt ganz oben. In Hannover kommt dann der KSD und dem untergeordnet die Familienhebammen. In anderen Städten ist das anders.

Es kann wohl auch einen Unterschied machen, in welcher Stadt man lebt. Gerade in den Ballungsgebieten, in denen das Jugendamt stark gefordert wird, wo es schon negative Schlagzeilen gab, kann man dann vielleicht wirklich den falschen Stempel bekommen.

Trotzdem finde ich, dass ein erstes Beratungsgespräch nicht schaden kann. Es ist vertraulich. Bedenken können angesprochen werden, Abläufe erfragt. Man kann ja erst mit den drei Monaten anfangen und es dann immer noch ausweiten. Klar sollte aber sein, dass mit dem ersten Geburtstag des Kindes Schluss ist mit der Hilfe. Sollte man darüber hinaus noch Hilfe benötigen, geht das dann nur über andere Hilfen. Und die sind in der Regel auch nicht probeweise anonym.

Möchtest Du zum Ende noch etwas hinzufügen?

Ja, ich möchte gerne betonen, dass dies meine Erfahrungen sind, die ich gemacht habe. Vielleicht hatte ich Glück mit meinen Hilfen bis heute oder auch nicht. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Unterstützung er oder sie braucht und auch zulassen kann.

Auch das Bewusstsein sollte da sein, dass man das Jugendamt unter Umständen nicht mehr so schnell loswird wie man es gerne hätte, wenn man ihm erst einmal Einblick in sein eigenes Leben gegeben hat. Das hängt aber sicherlich auch von den Verhältnissen zu Hause ab, ob sie prekär sind und wenn ja, wie sehr.

Trotzdem finde ich es wichtig, dass es auch mal eine positive Geschichte zu dem Thema gibt. Denn gerade in Internetforen werden Horrorgeschichten rumgereicht. Wo das Jugendamt falsch interveniert hat mit Kindesentzug etc. An einigen Geschichten ist bestimmt etwas dran. Bei vielen ist nur ein Teil der Fakten bekannt. Und wenn diese Horrorgeschichten auf subjektive Weise erzählt werden, dann kann ich das mit meiner positiven auch!


Da meine Erlebnisse mit den Familienhebammen schon etwas zurückliegen (2012) habe ich noch fix halbherzig gegoogelt, um noch ein paar Links anbieten zu können, die bei Interesse gelesen werden könnten. Viel Spaß.

Familienhebammenzentrale in Hannover (nach meiner Zeit)

Hebammenverband über die Familienhebammen

Familienhebammen über sich selbst

Wenn jemand noch Fragen hat, stellt sie mir ruhig. Entweder beantworte ich das dann in den Kommentaren oder ich ergänze das oben noch in meinem Interview.

More is yet to come,

M.

 

Tagebuchbloggen: Der Therapeuteneklat

Vorbereitung zum Bloggen - bitter nötig
Vorbereitung zum Bloggen – bitter nötig

Ich hatte schon mehrfach in den letzten Beiträgen angedeutet, dass so einiges vorgefallen ist, was mir momentan das Bloggen schwer macht. Anstatt über das Geschehene und Erlebte zu schreiben, habe ich mir Anregungen von Außen geholt und an Blogparaden teilgenommen. Lange habe ich mit mir gerungen, ob und wie ich darüber schreibe. Ich werde es jetzt tun. Mit einigen Wochen Abstand und auch relativ offen darüber, wie es jetzt bei mir weitergeht.

Vorweg noch schnell eine Triggerwarnung: ich werde über Selbstverletzendes Verhalten schreiben, sowie über Depressionen und Burn-out. Also schaut auf euch selber, ob ihr das lesen wollt oder nicht. ❤

Schon in der Pubertät war ich psychisch nicht die stabilste. In einer schweren und belastenden Phase nahm ich therapeutische Hilfe in Anspruch, um mich und meine Gefühle besser spüren zu können und auch auf eine angemessenere Weise damit umgehen zu können (mein Bewältigungsmechanismus bestand damals aus Ritzen). Auch die damit verbundenen Depressionen wurden mittherapiert. Alles rein über Gespräche, komplett ohne Medikation.

Seitdem gibt es immer wieder Phasen, in denen ich depressive Verstimmungen habe. Manchmal stand ich auch kurz davor in alte Muster zu verfallen, weil ich die Kontrolle verlor. Meistens blieb ich stark.

Zum Ende meiner Ausbildung hin befand ich mich in einer Abwärtsspirale. Neben den depressiven Verstimmungen kamen noch Zwangsvorstellungen, Angststörungen und Schlafstörungen hinzu. Die damals chronischen Kopfschmerzen (Trigeminusneuralgie) verbesserten die ganze Sache nicht. Mit Hilfe einer Sozialarbeiterin meiner Berufsschule und meinem Klassenlehrer versuchte ich mich daran, eine Therapeutin zu finden – mit nicht wirklichem Erfolg. Und dann wurde es irgendwie von alleine besser. Ich schaffte meine Ausbildung mit Auszeichnung und bekam einen Folgevertrag beim Ausbilder. Der hatte noch nicht einmal gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmte.

Relativ schnell danach wurde ich schwanger. Sicherlich nicht zum optimalsten Zeitpunkt und auch nicht wirklich geplant, aber ich versuchte optimistisch zu bleiben. Die Schwangerschaftshormone halfen die letzten Reste der vorangegangenen Tiefphase zu überwinden. Trotz allem beschäftigte ich mich mit den möglichen Hilfen für nach der Entbindung. Ich erkundigte mich über Familienhebammen und Familienhilfe allgemein. Behielt all das im Hinterkopf für den Fall, dass meine Befürchtungen wahr wurden und ich das alles nicht auf die Reihe bekomme. Am meisten Angst hatte ich vor einer postpartalen Depressionen. Zumindest die blieb mir erspart.

Es war mir dann aber dann doch schnell zu viel. Die komplizierte Beziehung, das Gerangel mit der Ausländerbehörde, Behörden allgemein. Dazu die Geburtskomplikationen und den damals noch nicht abzusehenden Schaden an dem linken Arm meiner Kleinen. Ich holte mir Hilfe, erst über die Familienhebammen, später über die Familienhilfe.

Bald kristalisierte sich heraus, dass eine begleitende Therapie für mich sehr förderlich sein könnte. Allein die Suche dauerte über ein halbes Jahr. Inzwischen war meine Tochter fast zwei, wir waren umgezogen und ich inzwischen getrennt lebend und alleinerziehend. Ich suchte mir Kinderbetreuung – zum einen zur Entlastung, zum anderen, damit eine Therapie überhaupt für mich zu realisieren war.

Nach 25 Stunden tiefenfundierter Psychotherapie wurde mir dann eröffnet, dass meine Probleme tiefer lägen und das nur in einer Psychoanalyse angegangen werden könnte. Also alles wieder auf Anfang und wieder von neuem anfangen zu suchen. Später erfuhr ich, dass man das sehr wohl auch in der Therapieform hätte machen können. Das war wohl meiner ehemaligen Therapeutin zu aufwändig gewesen.

Es verging wieder fast ein halbes Jahr bis ich überhaupt auch nur die Chance auf ein Vorgespräch hatte. Die neue Therapeutin nahm sich 5 Stunden (das Maximum) Vorgespräch Zeit, um eine gründliche Anamnese machen zu können. Sie war zwar recht reserviert, aber sie hörte gut zu. Und war auch anfangs voll des Lobes, ob meiner sprachlichen Reflektionsmöglichkeiten. Darüber hinaus war sie sich völlig darüber im Klaren, dass ich alleinerziehend war mit Kleinkind und es auch anderweitig nicht gerade leicht für mich war.

Im Januar hatten wir dann endlich das Go von der Krankenkasse und es konnte endlich losgehen. Bis zu dem Zeitpunkt war diese Therapeutin die einzige, die überhaupt einen Platz für mich hatte und es war schon 1(!) ganzes Jahr  vergangen, seitdem ich festgestellt habe, dass ich Therapiebedarf habe.

Anfangs lief es soweit ganz gut. Ich lernte meine Verteidigungswälle runterzufahren in der Therapie und ließ mich darauf ein, in die Tiefe zu gehen. Oftmals kam ich verheult aus den Stunden, aber das war schon in Ordnung so. Privat wurde es für mich immer anstrengender. Nicht nur der alltägliche Hickhack mit dem Ex, auch der Krankenhausaufenthalt meines Vaters, der größere Organisationsaufwand belasteten mich. Ich pufferte viel für meine Mutter, nebenbei bereitete ich mich auf eine wichtige Bewerbung vor. Ganz nebenbei wurde ich 28 und verheulte fast den ganzen Geburtstag. Ich litt an Schwindelanfällen und Sehstörungen, die Schlafstörungen wurden immer massiver.

Dann kam der Knall – nur nicht bei mir, sondern bei meiner Mutter. Burnout. Die einzige Stütze, die ich zu dem Zeitpunkt noch hatte, brach weg. Mit eisernem Willen zwang ich mich stark zu bleiben.

Nur über das Wochenende! Dann hast du Therapie, dann darfst du loslassen, schwach sein.

Voller Erleichterung ging ich dann zur Therapie. Legte mich auf das Sofa, fuhr meine Abwehrmechanismen runter. Erlaubte mir schwach zu sein.

Ich wollte davon erzählen, wie stark ich aus der Bahn geworfen wurde, da ich jetzt (fast) keine Unterstützung mehr hatte. Wollte davon erzählen, wie ich den Drang mich zu schneiden bekämpft hatte und stattdessen lieber Kippen kaufen gegangen bin. Wollte über die Möglichkeiten sprechen, mir Antidepressivum verschreiben zu lassen.

Doch soweit kam ich nicht.

Ich wurde angegangen von meiner Therapeutin. Warum es denn nie um mich ginge. Warum mir der Haushalt so viel Probleme bereiten könne. Warum ich überhaupt auf meine psychisch labile Mutter gebaut hatte. Warum ich mich nicht schon längst um ein besseres Netz bemüht hätte. Ob meine Tochter überhaupt so eine labile Mutter wie mich verdient hätte.

UND ÜBERHAUPT, WIE HATTE ICH DIESES KIND ÜBERHAUPT KRIEGEN KÖNNEN!!!!

Die meiste Zeit lag ich wie gelähmt auf dem Sofa. Versuchte über Atemkontrolle irgendwie Kontrolle über mich zu bekommen. Ich weinte, schluchzte, zitterte. Ab und an versuchte ich mich zu rechtfertigen, wenn ich vor Zähneklappern und Geheule überhaupt was rausbekam.

Dann war die Stunde zu Ende und ich wurde nach Hause geschickt. Einfach so. Ohne mich zu erden, aufzufangen. Nichts davon.

Falls sich jemand fragt, warum ich nicht gegangen bin: ich konnte nicht. Der Gedanke war mir mehrfach gekommen. Aber wenn man voller Vertrauen jeglichen Schutz herunter fährt und das Vertrauen dann dermaßen missbraucht wird, dann lähmt das. Jedenfalls mich.

Mit Ach und Krach schaffte ich es nach Hause. Ich war noch nicht mal in der Lage den Scheiß-Knopf am Bus zu finden, um die Tür zu öffnen. Mein Umfeld reagierte schnell und gut. Ich wurde aufgefangen und getröstet. Die ersten Notfallpläne aufgestellt. Was mich davor bewahrt hat, mich selbst einzuweisen. Was ich auch nur deswegen nicht tat, weil mir nicht klar war, dass ich meine Tochter sogar hätte mitnehmen können. (Was wohl nicht überall der Fall ist, in Hannover gibt es aber eine entsprechende Einrichtung)

Ende vom Lied? Die Therapie bei der zweiten Therapeutin habe ich beendet. Laut Krankenkasse ergibt sich für mich daraus kein Problem, die genehmigten Reststunden verfallen nicht und ich kann diese auch woanders nehmen. Allerdings fange ich dann wieder von vorne an mit Suchen.

Ein klärendes Gespräch mit der Therapeutin hat es nie gegeben, wird es von meiner Seite auch nicht. Denn egal wie sie es versucht zu rechtfertigen, ihr Verhalten war absolut unprofessionell. Und ich habe auch Angst davor, dass sie mir dann vielleicht wirklich den Rest gibt.

Ich habe darüberhinaus davon abgesehen, in irgendeiner Weise Beschwerde einzulegen gegen sie. Natürlich würde es mich mit Befriedigung erfüllen, zu sehen, dass ihr unprofessionelles Verhalten Konsequenzen für sie hat. Aber das wäre dann wieder viel Kraft, die ich aufwenden müsste. Anhörungen, Stellungnahmen. Gedankenprotokolle. Ich brauche meine Kraft für mich, meine Tochter und unseren Alltag.

Natürlich sind meine psychischen Probleme noch in keinster Weise „geheilt“. Die private Situation ist weiterhin äußerst angespannt. Die Überforderung ist immer nur einen Schritt entfernt. Das Wissen, dass meine Tochter bei mir bleiben kann, selbst wenn ich unseren Alltag in die Psychatrie verlegen muss, gibt mir innere Ruhe. Und selbst wenn nicht, es ist zumindest geregelt, was dann mit ihr geschieht. Sie ist dann auf jeden Fall bei Menschen, die sie lieben, die sich um sie sorgen und sie auffangen. Nicht bei Fremden.

Nach mehreren Krisengesprächen in meinem Umfeld ist die Laufrichtung nun klar: ich gehe in eine Tagesklinik. Ich habe eine super Hausarztpraxis, die mir nicht nur die entsprechenden Über- und Einweisungen schreibt, sondern auch Gespräche anbietet, um die Zeit zu überbrücken. Die mich als Mensch sehen. Nicht nur als Fallzahl. Das Vorgespräch in der Tagesklinik war bereits. Es wird bald losgehen. Vielleicht werde ich darüber berichten.

Da dies alles sehr persönlich ist und ich eh schon sehr verletzlich bin, bitte ich darum, diesen Text NICHT auf Facebook zu teilen. Die Kommentarfunkion lass ich erstmal noch. Mal schauen, was kommt.

Für meine Freundin, die schon vor der Taufe deutlich gemacht hat, dass sie ihren Verpflichtungen als Taufpatin mehr als gerecht werden wird! Danke :-*

More is yet to come,

M.

Die Prinzessin auf der Porzellanschüssel

Nichts symbolisiert mehr das Groß-werden eines Kleinkindes als das Entwachsen des Windelzeitalters. Dennoch ist der Zeitpunkt höchst individuell und auch die Vorgehensweisen sehr unterschiedlich. Der Eintritt in das windelfreie Zeitalter ist auf jeden Fall ein ganz wichtiger Entwicklungsschritt.

Auch bei uns ist nun endlich der Zeitpunkt gekommen, die Windel abzulegen. Der Weg dorthin war die meiste Zeit recht entspannt und doch gekennzeichnet von so einigen Auf und Abs. Noch würde ich nicht behaupten, dass die kleine Maus komplett trocken ist tagsüber, aber zumindest die meiste Zeit.

Nachdem die sie sich mit dem Laufen lernen ein wenig Zeit gelassen hatte, fing das Interesse für jegliche Toilettenaktivitäten recht bald nach den ersten Schritten an. Mit anderthalb gab es für sie nichts interessantes, als mich zu löchern, wenn ich auf der Toilette saß. Angefangen bei den Geräuschen, die entstehen auf dem stillen Örtchen bis hin zu der genauen Toilettenschau, was ich da genau produziert habe. Sehr schnell entwickelte sich der Wunsch bei ihr genauso wie Mama auf Toilette zu gehen.

Dabei hatte sie noch kaum Gespür, wann sie tatsächlich muss. Aber sie ließ es sich nicht nehmen, auch einfach mal auf der Toilette zu sitzen wie wir Großen auch. Da ich ihrem Wunsch nachkommen wollte, besorgte ich mir vorerst einen Sitzverkleiner und einen passenden Hocker dazu. Manchmal wollte es der Zufall, dass tatsächlich auch mal ein wenig Pipi kam, wenn sie thronte, aber es war anfangs eher der Zufall.

Auch das Interesse an ihren eigenen Hinterlassenschaften wuchs stetig. Regelmäßig verlangte sie ihre wie auch immer gefüllten Windeln vorgezeigt zu bekommen. Sie hatte wirklich Spaß daran ihre eigenen Körperfunktionen verstehen zu lernen. Als dann die Erfolgsquote hinsichtlich des Pipi machens stieg, besorgte ich dann einen neuen Toilettensitz mit zusätzlicher Kinderklobrille. Bot sich so an, da unser alter den Geist aufgegeben hatte.

Sie war noch weit davon entfernt, verlässlich und rechtzeitig ihren Harndrang wahrzunehmen, da verlangte sie schon energisch ohne Windel rumzulaufen. Nach ihrem 2. Geburtstag wurde es dann langsam Sommer und so besorgte ich schon mal vorsorglich Unterhosen. Nach den ersten Missgeschicken verebbte plötzlich der Entdeckergeist der kleinen Maus und sie beharrte auf ihre Windel.

Interessiert an den Vorgängen blieb sie weiterhin, nur kann sie Rückschläge schwer hinnehmen. Also änderte ich die Taktik. Natürlich konnte sie wie gewohnt ihre Windeln tragen. Allerdings verwehrte ich ihr die Windelschau. Und ganz ehrlich: geruchlich war es eine Entlastung die Kackwindeln sofort entsorgen zu können ohne philosophische Diskussionen mit der Kleinen darüber zu haben.

Das fand sie natürlich doof. Als Alternative bot ich ihr an, dass sie sich das gerne anschauen kann, wenn sie denn auf der Toilette ihr Geschäft verrichtet. Anfangs war sie noch beleidigt, aber schnell akzeptierte sie die neue Herausforderung. Hinzu kam, dass wir ihre kleinen Erfolge würdigten. Wir freuten uns über die Geräusche, wenn es in die Toilette fiel, natürlich wurde es auch genau betrachtet. Das Highlight war es für sie, spülen zu dürfen. Und das anschließende Händewaschen! Ein Fest!

Anfang dieses Jahres war es dann richtig eingespielt. Auch in der Krippe sagte sie Bescheid, wenn sie groß musste und ging dann auf Toilette. Die Windeln wurden nur noch mit Pipi befüllt – geruchlich sehr viel angenehmer.

Mein Gefühl sagte mir, dass sie so langsam tatsächlich so weit war, es wieder ohne Windel zu versuchen. Auch von den Erzieherinnen in der Krippe wurde ich bestärkt. Denn die gar nicht mehr so kleine Kleine ging mit den Älteren zusammen auf Toilette. Gerade vor dem Essen, vor und nach dem Schlafen werden die Kiddies „geschickt“. Und die kleine Maus reihte sich brav mit ein, wollte dann anschließend aber wieder ihre Windel.

Als ich ihr aber vorschlug, einfach unten ohne rumzulaufen, wehrte sie vehement ab. Ich war irritiert. Hatte ich sie falsch eingeschätzt. Nun hieß es erst einmal auf Ursachenforschung zu gehen. Und tatsächlich: gleich mehrere Dingen fielen bei ihr zusammen, die ihr scheinbar die Lust auf das „Groß werden“ verdarben.

Zum einen wurde immer wieder betont, was man als Kindergartenkind so alles können müsse. Der Wechsel zu den Großen steht jetzt im Sommer an und sie war ursprünglich Feuer und Flamme. Es wurde von den Erzieherinnen, aber auch von der Familie (und auch von mir) erklärt, dass man zum Übertritt auf jeden Fall trocken sein müsse. Gerne auch in Verbindung mit Verzicht auf Nuckel und Buggy.

Zum anderen drängte der Papa der Kleinen darauf, dass sie sich wie ein Große verhalte. Insbesondere ihre Neigung schnell in Tränen auszubrechen ist/war ihm ein Dorn im Auge. Er betonte, sie verhalte sich wie ein Baby, wenn sie weinen würde.

Ende vom Lied war, dass meine Kleine darauf bestand, dass sie immer noch ein Baby war. Sie wollte nichts davon wissen, ein großes Kind zu sein, in den Kindergarten wollte sie auf gar keinen Fall und auf die Windel könne sie auch nicht verzichten. TOLL

Ich habe dann mit allen Beteiligten gesprochen und den Druck wieder raus genommen. Diese ganze Anforderungen an das Großwerden über Bord geworfen. Doch wie sollte ich denn nun mein Kind davon überzeugen, Pipi in die Toilette zu machen? Immerhin das große Geschäft landete weiterhin dort.

Wir besannen uns wieder auf die Anfänge, als alles noch spielerisch war. Als sie voller Stolz ihre neue Fähigkeit in der Toilette bewundern konnte (sie schaut sich heute noch an, was sie denn da alles produziert hat und kommentiert das auch immer fleißig). Da beim Pipi machen optisch kaum etwas als Erfolgskontrolle herhalten kann, lenkte ich ihren Fokus auf die Geräusche, die entstehen auf der Toilette. Ob nun das laute PLUMS des großen Geschäfts oder das verhaltenere Plätschern, alles wird gebührend gewürdigt.

Inzwischen geht sie selbstverständlich ohne Windel in die Krippe. Unfälle gibt es immer wieder und sind in den meisten Fällen nicht so tragisch. Wir haben immer ein Ersatzoutfit mit dabei. Und sie ist stolz darauf, schon so groß zu sein, dass sie schon allein auf Toilette gehen kann. Im Sommer dann auch hoch zu den Großen. Aber eines ist für sie ganz klar: Weinen darf sie auch dann noch. Genauso wie sich Trost und Nähe zu suchen, wenn ihr danach ist. Zwar muss sie auf den Buggy verzichten und den Nuckel schleichen wir so langsam aus. Dafür schläft sie weiterhin bei Mama im Bett.

Wie sieht es bei euch aus? Ging das Trocken werden von heute auf morgen? War es ein langer Prozess? Und gab es Rückschläge?

More is yet to come,

M.

#bloggerhausen: eine Welt für sich – und ich

Die liebe Jessi von Terrorpüppi hat zu einer Blogparade aufgerufen. Es dreht sich rund um die Bloggerwelt – wie man sich selbst sieht und die anderen Blogger, was einem wichtig ist oder vielleicht auch fehlt. Und da ich mich ja immer angesprochen fühle von Blogparaden, fühle ich mich mal wieder genötigt meinen Senf dazu zu gegeben.

Da ich nach wie vor noch nicht wieder ganz in meiner Blogroutine angekommen bin, werde ich mich erstmal an den Fragen von Jessi entlanghangeln und schauen, wohin es mich führt. 😉

Beschreibe deinen Blog in drei Worten

Bah, dass fängt ja gut an! Sowas kann ich ja überhaupt nicht. Mamablog, selbstkritisch, leicht durchgeknallt. Oder so.

Beschreibe dich als Blogger bzw. Bloggerin in zwei Sätzen

Bei mir dreht sich zuerst einmal alles um das Muttersein und Kindhaben, gerade im Bezug dazu, dass ich ja so einiges an Vorgeschichte und psychischen Merkwürdigkeiten mitbringe. Darüber hinaus beschäftige ich mich mit noch anderen Themen, meist eher kritisch und hinterfragend, auch gerne mir selbst gegenüber. (Vielleicht hätte ich das auch nur gerne so XD )

In welchen Situationen und welchen Menschen erzählst du außerhalb des Internets von deinem Blog?

Meine engste Familie weiß schon, dass ich blogge. Aber in der Regel liest von denen keiner mit. Manchmal verschicke ich einen Link, wenn ich möchte, dass sie den Beitrag auch lesen. Ansonsten unterstützen sie mich dabei, da mir das blogge sehr gut tut. Oftmals diskutiere ich mit meinem Vater oder meiner Mutter, was mir zu bestimmten Themen durch den Kopf geht und sortiere so schon, was später dann geschrieben wird.

Auch meine engsten Freunde wissen, dass ich blogge. Wenn ich mich spezifisch auf sie beziehe, dann frage ich sie vorher bzw. lasse sie vor dem Veröffentlichen noch einmal rüber schauen. Eine Freundin folgt mir sogar und liest wirklich alles von mir. Oftmals diskutieren wir noch im Nachhinein darüber. Sie ist aber die Einzige, bei der ich diese „Blognähe“ haben möchte. (hey Schnuggi! *wink in die Kamera*)

Mein restliches Umfeld weiß nichts, es geht sie nichts an. Zumal ich ja nicht umsonst anonym blogge.

Welchen Blog – abgesehen von deinem eigenen – würdest du mir als allererstes empfehlen wollen?

Wieder so eine gemeine Frage! Ich finde, es kommt auch ein wenig darauf an, wem man etwas empfehlen möchte. Da ich mich größtenteils in der Elternblogger-Ecke rumtreibe, kommen die meisten Empfehlungen aus dem Bereich. Auch für Nicht-Eltern sehr unterhaltsam finde ich Christian vom Familienbetrieb und auch Andrea Harmonika mit gleichnamigen Blog. So unterhaltsam, wie beide schreiben, ist es (fast) egal, worüber. Übrigens noch lustiger, wenn man sie jemand anderem vorliest.

Welchen Blogger oder welche Bloggerin möchtest du gerne mal im richtigen Leben kennenlernen?

Das sind so viele! Bei manchen würde ich wahrscheinlich keinen Ton raus kriegen, einfach weil sie zu den „Etablierten“ gehören oder ich deren Schreibweise beneidens- und bewundernswert finde. Angefangen mit den beiden oben Genannten. Auf die Liste käme auch Séverine aka Mama on the rocks. Jessi (Terrorpüppi) und Lena (Elfenhimmel / Schmetterlingsfamilie) gehören genauso dazu. Auch Christine von Mama arbeitet beeindruckt mich sehr, ich würde gerne wissen, wie sie im „realen“ Leben ist.

Wenn du dir aussuchen könntest, mit jemanden ein Interview auf deinem Blog zu führen – egal mit wem – wer wäre das?

Mit meiner Stiefmama. Ich vermisse sie nach wie vor. Sie war ein sehr interessanter Mensch, mit vielen verschiedenen Erfahrungen und Geschichten. Auch wenn ich schon viele gehört habe, so gibt es einige, die ich nicht kenne. Ich werde sie nie zu hören bekommen und das bedauere ich sehr.

Welche Art von Beiträgen liest du gerne auf anderen Blogs?

Die persönlichen Erlebnisse. Darüber, was gut funktioniert oder nicht, mit all den Fehlern und Aha-Momenten, die das normale Leben mit sich bringt. Das muss sich nicht nur um die Familie im engeren Sinne drehen, sondern sich auf alle Bereich des Lebens erstrecken. Von sehr ernst bis urkomisch ist bei mir alles willkommen.

Auch freue und amüsiere ich mich immer sehr über Tweetsammlungen. Gerne auch Blogpostempfehlungen, oftmals stößt man so auf andere Blogger oder Themen, die einem gefallen können.

Welche Art von Beiträgen magst du überhaupt nicht gerne auf anderen Blogs lesen?

In den meisten Fällen DIY, sehr viele der gesponserten Posts, Verlosungen und Buchbesprechungen. Es gibt immer wieder Ausnahmen, aber grundsätzlich überspringe ich das direkt.

Was hast du dich beim Bloggen schon „immer“ gefragt?

Warum kann ich mir nie merken, wie ich es im Kopf vorformuliert habe? Immer wenn ich mich dann hinsetze klingt es nicht halb so gut. Daraus ergibt sich oft: wie bekommen das die anderen hin? Ich will auch so pointiert, so witzig oder warmherzig schreiben können!! Und auch: wo nehmen die die Zeit, Energie oder Muße her, so produktiv und gut zu sein?

Was würdest du Blogger-Neulingen raten?

Lies bei anderen, um ein Gefühl für die Bloggerwelt zu bekommen. Lass dich von Themen inspirieren oder auch Rubriken. Schreibe einigermaßen verlässlich. Speichere Entwürfe aus produktiven Phasen für den Notfall. Geh zu Twitter. Echt jetzt. Dieser Schritt ist bei mir noch gar nicht so lange her und ich ärgere mich, das nicht schon früher gemacht zu haben.

Ganz wichtig finde ich auch, wenn man sich vernetzen will: kommentiere bei anderen. Und zwar mehr als: Oh, wie schön, ich hab ähnliches geschrieben [LINK]. Nimm Bezug auf den Inhalt. Auch wenn der Blogbesitzer nicht die Zeit finden sollte, mal zurückzuschnuppern, der ein oder andere Leser könnte neugierig werden und mal reinlesen. Das gilt übrigens auch für Twitter.

Was ich gerne nutze, sind Blogparaden. Nach meiner ersten sind direkt kurzfristig meine Blogstatistiken explodiert, jedenfalls für meine Verhältnisse. Seitdem sehe ich zu, regelmäßig bei diesen Aktionen teilzunehmen. Quasi als Ego-Boost. 😉

Was wünscht du dir für das Miteinander in der Blogosphäre?

Im Moment bin ich ganz zufrieden. Vielleicht weniger Empörung. Dass bestimmte Themen offen und differenziert diskutiert werden und diese oftmals von außen angestoßen werden, finde ich absolut wünschenswert. Manchmal ist es aber eher wie ein emotional sehr aufwühlender Empörungssturm, der durch die Twitter- und Bloggergemeinde rauscht. Und da solche Themen, oftmals sehr schnell hintereinander auftreten, finde ich das auf die Dauer sehr anstrengend. Gerade, wenn dann sehr verbissen diskutiert wird und zum Teil auch einzelne Blogger „aufs Korn“ genommen werden. Natürlich ist ein kritische Auseinandersetzung wünschenswert und wer sich den Frust von der Seele schreiben muss, der soll das tun. Aber in letzter Zeit ist es für mich fast too much.

Das soll es von mir jetzt erst einmal gewesen sein. Mit mehr Zeit und Planung wäre wahrscheinlich noch mehr möglich gewesen, aber momentan fordert meine kleine, kranke Maus viel Aufmerksamkeit. Und den Platz auf meinem Schoß.

Ich freue mich auf den 2.Teil!

M.