Mein Aufenthalt in der Tagesklinik – meine Eindrücke

Nachdem ich im ersten Teil bereits über die allgemeinen Abläufe in der Tagesklinik geschrieben habe, werde ich hier nun darüber berichten, wie das Ganze auf mich gewirkt hat, wie es mir bekommen ist und was sich daraus für mich für Konsequenzen ergeben haben.

Der erste Tag

Als es endlich soweit war, war ich extrem nervös und aufgeregt. Nicht nur, dass wir früher aufstehen mussten und meine Kleine zum ersten Mal in den Frühdienst gehen sollte in der Kita, nein, ich wusste noch gar nicht, was mich erwarten sollte. Abgehetzt und mit versagendem Deo war ich fünf Minuten früher da, als man mir aufgeschrieben hatte. Im Gemeinschaftsraum saßen Patienten und frühstückten. Die Anmeldung war verlassen, ebenso wie das Dienstzimmer. Nach fünfzehn Minuten kam dann tatsächlich jemand. Mir klopfte das Herz bis in den Hals. Nach einem kleinen, recht schnellen Rundgang wurde ich an eine Mitpatientin verwiesen und erst einmal frühstücken geschickt – was ich nicht konnte wegen der Aufregung.

Diese legte sich und ich fing langsam an, die ersten Eindrücke zu sammeln. Was gar nicht so einfach war, da ich total erkältet war und sowieso nur alles wie unter Wasser wahrnahm. Anfangs war alles sehr befremdlich. Da es eine transkulturelle Einrichtung war, waren ein Großteil der Patienten nicht deutsch. An sich ist das für mich kein Problem. Allerdings war ich neben einem anderen Patienten die einzige Deutsche, der Rest saß schön in Grüppchen zusammen und unterhielten sich in ihrer Muttersprache. Irgendwie fühlte ich mich verloren. Den eigentlichen Tagesablauf bekam ich gar nicht so richtig mit. Neben dem Aufnahmegespräch hatte ich noch eines mit meiner zugeteilten Psychologin und auch gleich eines mit dem Sozialdienst. Am Ende des Tages war ich bedient. Das Abholen der Kleinen hatte ich gottseidank anderweitig organisiert.

Nach dem etwas schwierigen Einstand wurde ich recht schnell mit einbezogen. Ein Mitpatient „erbarmte“ sich meiner und nahm mich unter seine Fittiche. Er kümmerte sich um mein leibliches Wohl („Iss!“ „Iss noch etwas!“) und stellte mich den anderen vor. Über den Lauf meines Aufenthalts alberten wir viel miteinander herum. Obwohl er vom Alter her mein Vater hätte sein können, nannte er mich immer Schatz und scherzte, dass er schon sparen würde auf unsere Hochzeit. Nicht, dass er nicht verheiratet gewesen wäre. 😉

In der ersten vollen Woche musste ich noch zur medizinischen Untersuchung. Also neurologischer Status, EKG und Blutabnahme. Auch kamen neue Patienten. Und endlich senkte sich der Altersdurchschnitt ein wenig. Die erste, die in meinem Alter war, schnappte ich mir, auch weil sie ebenso verloren schien wie ich. Schnell stellten wir fest, dass wir ähnliche Interessen haben. Nach kürzester Zeit nannte sie mich Mama, irgendwie kann man manche Verhaltensweisen wohl nicht ablegen. 😉 Auch jetzt nach der Zeit in der Tagesklinik halten wir den Kontakt und beraten uns gegenseitig.

Auch unter den anderen Patienten habe ich liebe Menschen getroffen. Mit einigen halte ich Kontakt über Facebook, mit anderen habe ich Telefonnummern ausgetauscht. Auf der sozialen Seite war es tatsächlich ein totaler Gewinn.

Was ich für mich entdeckt habe
Bildrechte mamamitmacken / Von mir geflochtener Korb
Bildrechte mamamitmacken / Von mir geflochtener Korb

Das therapeutische Angebot war wirklich sehr vielfältig. Mit am Besten gefallen haben mir die handwerklichen Betätigungen, also das offene Werken, allgemein auch Ergotherapie. Zu Anfang habe ich einen kleinen Korb geflochten aus Peddigrohr. Dies inspirierte mich zu einem größeren Projekt – ein Puppenbett. Dazu musste ich erst eine entsprechende Platte zuschneiden, die Löcher bohren, die Platte bekleben, um dann letztendlich endlich flechten zu können. Einfach eine tolle Beschäftigung, sie erinnerte mich sehr an das Haareflechten bei meiner Tochter. Und auch das Puppenbett kam super an. Die gefertigten Sachen konnte ich dann natürlich auch behalten gegen einen kleinen Obulus (für das verwendete Material).

Darüber hinaus war die Entspannung ein super Sache für mich. Solange diese angeleitet wird und ich eine Stimme habe, auf die ich mich konzentrieren kann, klappt es super. Normalerweise purzeln die Gedanken in meinem Kopf nur so übereinander, ich springe von Gedankenstrang zu Gedankenstrang. Bei der Entspannung nehme ich nur meinen Atem war oder meine Beine oder die Arme. Eben das, worauf meine Aufmerksamkeit gelenkt wird. Tatsächlich beruhigt sich mein Atem, die einzelnen Körperteile werden auch warm. Am Schluss ist meine Körperwahrnehmung derart geschärft, dass ich meinen Herzschlag fühle, zusätzlich meinen Puls am Hals und in den Handgelenken. Anfangs hatte ich es als Panik gedeutet, aber es war nur die intensive Wahrnehmung.

Auch das Yoga war eine sehr schöne Erfahrung. Den Körper spüren, nur soweit gehen, wie man selbst es kann. Dazu die schon bekannten Atemübungen und auch die langsamen Bewegungen. Eine sehr gute Methode um meine innere Anspannung herunter zu fahren.

Die psychologischen Gruppen- und Einzelgespräche waren auch sehr gut. Von vorneherein stand für mich schon fest, dass ich im Anschluss wieder in die Analyse möchte, die Empfehlungen der Psychologin geht auch dorthin. Gruppengespräche werde ich mir aber nicht mehr suchen. Die Gefahr, dass ich mich zu sehr auf Andere konzentriere und meine eigenen Probleme darüber vergesse, ist mir einfach zu groß.

Unabhängig davon, habe ich noch etwas Anderes für mich entdeckt: eine bestimmte Zeichentechnik, bei der man sich in einen meditationsähnlichen Zustand versetzen kann. Ich werde noch mal darüber seperat schreiben. In den Pausen zwischen den einzelnen Angeboten habe ich mich darin geübt und einige Mitpatienten damit angesteckt. Witzigerweise hat die eine Ergotherapeutin das mit aufgegriffen und nach meiner Entlassung in der Gestaltungsgruppe angewandt. Meine Erbe! 😀

Und die Kleine?

Ja, mit meiner kleinen Maus war das so eine Sache. Die ersten zwei Wochen waren der Horror. Der neue Rhythmus, das häufige Abgeholtwerden von anderen, all das passte ihr gar nicht. Sie war nur am kreischen, panken, trotzen. An manchen Tagen war mir nur zum Heulen zumute, das schlechte Gewissen schlug voll zu. Ich zweifelt an meiner Entscheidung, fragte mich, ob ich zu viel von ihr verlangen würde.

Und dann, schlagartig, wurde es besser. Sie ging ohne viel Gegenwehr zum Kindergarten, „schmiss mich raus“, wenn ich sie abgab. Vorher gab es nur Geklammer und Geweine. Auch fing sie wieder an zu singen, auf dem Weg hin, auf dem Weg zurück, Zuhause – einfach Überall. Die Wutanfälle wurden weniger, sie fing wieder an auf mich zu hören.

Dazu beigetragen hat bestimmt auch, dass ich sie mit ins offene Café mitgenommen habe. Vorher hatte ich ihr schon gesagt, dass ich in die Klinik gehe, damit es mir besser geht, ich nicht immer so traurig und müde und wütend bin. Mit einem klaren Bild, WO ich bin, wurden ihre Ängste weniger. Sie konnte mir sagen, dass sie Angst davor hatte, dass ich nicht wieder komme abends. Und sie nahm alle für sich ein. Ließ sich mit Kuchen und Gebäck vollstopfen, spielte mit den Ärzten und Schwestern und Therapeuten. Natürlich auch mit den Patienten. Mit der Aussicht auf ein Puppenbett war das Thema für sie geritzt.

Bildrechte mamamitmacken/ Puppenkorb in Arbeit, die Bestechung für die kleine Maus ;-)
Bildrechte mamamitmacken/ Puppenkorb in Arbeit, die Bestechung für die kleine Maus 😉

Insgesamt 3 Mal war sie dort. Sie hat es geliebt zu Besuch zu kommen, drehte jedesmal auf und bezog alle mit ein. Sie genoss es im Mittelpunkt zu sein. Wenn wir ab und zu in der Nähe sind, erkennt sie den Weg dorthin und möchte alle dort besuchen gehen. Einfach herzig. ❤

WAs Bleibt

Während meines Aufenthalts habe ich so einige Entschlüsse für mich getroffen. Den Sport werde ich weiter machen, da er mir gut tut. Allerdings werde ich den ein oder anderen Yoga-Kurs dazwischen setzen, einfach um mal aufzutanken. Allgemein habe ich meine kreative Ader wieder entdeckt. Neben einem ganz besonderen Fotoalbum für die Kleine (seperater Bericht folgt noch) widme ich generell wieder dem Zeichnen. Es bringt mich einfach wunderbar runter und hat viel von #Me-Time.

Zum Stressabbau habe ich mir einen Igelball gekauft. Der ist ein sogenannter Skill, um akute Anspannungszustände zu lösen. Allgemein achte ich mehr auf eine Stress-Entspannung-Balance.

Darüber hinaus habe ich mit Hilfe des Sozialdiensts weitere Hilfen beantragt, über die im Moment noch entschieden werden.

Es war wirklich das Beste, mich in die Tagesklinik einweisen zu lassen. Keine Ahnung, was ich aus alleinigem Antriebt hätte schaffen oder verbessern können. Mir hätten definitiv die Informationen zu Hilfen und dergleichen gefehlt, um weiter meinen Weg gehen zu können. Gerade für mich als Alleinerziehende war die ambulante Psychiatrie einfach nur perfekt. Natürlich war es stressig. Kita-Tagesklinik-Kita (oder Einkaufen, Kind in Empfang nehmen). Aber das war es wert. Letztendlich waren es sechs Wochen, die man irgendwie rumbekommen hat. Zum Ende hin merkte ich, dass es mir langsam zu viel wurde, zu viel Geräusche, zu viel Trubel, zu wenig Zeit für mich oder meine Tochter. Ohne Tagesklinik jedoch würde es mir nicht so gut gehen und ich wüsste nicht so recht wie es jetzt weitergehen sollte.

More is yet to come,

M.

Mein Aufenthalt in der Tagesklinik – der allgemeine Ablauf

Ja ja, lang ist es her, dass ich von mir habe hören lassen. Ohne vorherige Abmeldung habe ich mir mehrere Wochen Auszeit gegönnt. Ab jetzt hoffe ich, dass ich wieder in einen Rhythmus hineinkomme, denn es haben sich viele Dinge in meinem Kopf angesammelt, die unbedingt verbloggt werden möchten. Nun aber zum ursprünglichen Grund meiner kleinen Abwesenheit: ich war zwischenzeitlich in der Tagesklinik. Das hatte ich ja bereits (hier) angekündigt und nun konnte ich es auch endlich umsetzen.

Da es doch recht viel ist, was ich darüber zu erzählen habe, habe ich beschlossen, den Rückblick in 2 Teile zu teilen. Zu erst einmal ein genereller Überblick, die allgemeinem Abläufe etc. Im zweiten Teil (hier) werde ich dann etwas persönlicher und schildere meine eigenen Eindrücke. Wahrscheinlich kommen auch noch einige Verlinkungen nachträglich dazu zu den verschiedenen Therapieangeboten. Andernfalls würde es nämlich tatsächlich den Rahmen sprengen. 😉

Bildrechte mamamitmacken
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Vor Der Tagesklinik – Die Formalitäten

Zu Beginn stand die Suche nach der entsprechenden Einrichtung. Ich fand insgesamt 3, zwei passten nicht für mich. Bei der erwählten Tagesklinik fragte ich mich dann einfach telefonisch durch, was ich so alles benötigte, um dorthin gehen zu können.

  1. eine klare Indikation – festgestellt durch den Hausarzt oder auch einen Psychiater
  2. ein Vorgespräch in der entsprechenden Tagesklinik, dafür benötigt man eine Überweisung in die Psychiatrische Instituts-Ambulanz (PIA)
  3. einen Termin für den ersten Tag
  4. eine Einweisung vom Hausarzt/Psychiater
  5. einen guten Plan, um Tagesklinik und Alleinerziehenden-Alltag zu wuppen 😉

Da zwischen Erstgespräch und Aufnahme mehrere Wochen Zeit waren, gewöhnte ich meine Tochter schrittweise an den zukünftig neuen Tagesablauf. Denn statt um 9.00 Uhr musste sie zukünftig um 7.30 Uhr in der Kita sein. Auch erfragte ich die Richtlinien bei der Leitung, unter welchen Bedingungen ich den Frühdienst nutzen könne. Den Papa meiner Kleinen stellte ich darauf ein, dass er etwas präsenter sein müsse in der Zeit (ratet mal, wer sich da besonders rar gemacht hat….), die Patentante wurde mit ins Boot geholt (die war wirklich die beste Hilfe! ❤ ). Der Stiefopa wurde auch einige Male miteinbezogen und die Oma kam dann auch zur Unterstützung. Trotzdem war es ein ordentlicher Ritt für mich.

In der Tagesklinik

Vorausschauend hatte ich einen Donnerstag als ersten Tag gewählt. So hatte ich nach zwei Tagen die Möglichkeit, die Eindrücke erst einmal sacken zu lassen. Natürlich war ich völlig erkältet und völlig verpeilt, die Informationen kamen gar nicht so richtig an. Grundlegend waren die Strukturen relativ einfach:

  1. gemeinsames Frühstück: Der erste Tagesprogrammpunkt. Pünktlichkeit war da noch nicht von Nöten, gerade für mich war das sehr entspannend. Denn die meisten Eltern wissen ja, wie das ist, eine Dreijährige „pünktlich“ in die Kita zu bekommen… 😉 Anwesenheit war schon gern gesehen, wurde auch kontrolliert. Aber da dies noch kein therapeutischer Programmpunkt war, nahmen das Einige nicht so ernst mit der Anwesenheit. (Ich schon!)
  2. Morgenrunde: geleitet von der Stationsleitung oder eine Psychologin. Wenn neue Patienten aufgenommen wurden, waren auch die anderen Betreuer anwesend. Jeder Patient hatte sich vorzustellen und kurz etwas zur eigenen Befindlichkeit zu sagen. Es wurde der allgemeine Ablauf besprochen, die Einzeltermine bekannt gegeben. Auch konnte man ansprechen, ob man Gruppen tauschen könnte oder einfach auch um ein Gespräch bitten.
  3. Bewegungsangebot: In der Regel ein kurzer Spaziergang. Auch wieder ein gern geschwänzter Tagespunkt. Von mir jedoch nur recht selten.
  4. Erstes Therapieangebot (1.TA): Der erste „richtige“ psychologische Tagespunkt. Normalerweise lagen mehrere Angebote parallel. Diese legte man jedoch nicht selber fest, sondern wurden von dem Pflegepersonal individuell festgelegt. Man konnte zwar darum bitten, zu wechseln, in einigen Fällen ging das dann aber nicht wegen der therapeutischen Wirkung usw.
  5. Zweites Therapieangebot (2.TA):s.o.
  6. Mittagessen: war von schwankender Genießbarkeit und zwischenzeitlich echt eine harte Nummer.
  7. Drittes Therapieangebot (3.TA) (außer mittwochs und freitags): s.o.
  8. Abschlussrunde: wieder unter Leitung der Stationsleitung/Psychologin. Auch hier hatte jeder kurz darüber zu  berichten, wie es ihm geht, was ihm gefallen hat, was er eventuell im Anschluss noch geplant hat.
  9. NACH HAUSE! 😀

BESONDERHEITEN:

Dienstags lief neben den ersten beiden TA parallel die Visite. Zudem hatten wir als einen Programmpunkt den sogenannten Kulturtreff, in dem wir uns allgemein ausgetauscht haben. Der 3.TA war immer eine sportliche Aktivität, die frei wählbar war.

Mittwochs hatten wir statt der 3.TA eine Außenaktivität geplant. Vom Grillen über’s Eis essen zum Museumsbesuch – recht abwechslungsreich.

Freitags war die 1.TA immer Yoga oder Gymnastik. In der 2.TA wurden dann die Aufgaben für die nächste Woche festgelegt (Müll wegbringen, Tische abwischen, Geschirrspülerdienst etc). Nach dem Mittagessen gab es dann ein offenes Café, für das am Vortag von uns gebacken wurde. Freunde und Verwandte waren herzlich willkommen. Meine Kleine war insgesamt drei Mal da und fand es nur toll (Patienten und Pflegeteam waren total vernarrt in sie).

Und da ich noch nicht genug Auflistungen angeführt habe, noch einen kleinen Überblick darüber, was man unter therapeutischen Angeboten verstehen kann:

Gesprächsgruppe: Die Teilnehmer einer Gesprächsgruppe waren in der Regel die gleichen. Die Inhalte waren von allen, Psychologin und Patienten, vertraulich zu behandeln. Am Anfang der Runde konnte jeder, der mochte, ein Thema vorschlagen, dass ihn selbst betraf. Gab es mehrere Vorschläge, stimmten wir Patienten ab, welchem wir uns widmen. Dabei gingen wir auf das individuelle Problem ein, teilten eventuelle eigene Erfahrungen, boten Lösungsvorschläge an etc.

Gruppe sozialer Kompetenzen: Auch hier waren die Teilnehmer auf eine Gruppe festgelegt. Hier ging es grundlegend darum, wie man sich in sozialen Situationen verhält. Selbstbehauptung, Selbstliebe, Abgrenzung waren oft ein Thema.

Entspannung: Im Ruheraum wurde zuerst über progressive Muskelentspannung eine angenehme Schwere erzeugt. Anschließend folgte eine Gedankenreise, bei der die meisten oftmals weggedöst sind. Ein eindeutiges Anzeichen von Entspannung. 😉

Bildrechte mamamitmacken / Von mir geflochtener Korb
Bildrechte mamamitmacken / Von mir geflochtener Korb

Offenes Werken: Jeder konnte nach eigenem Geschmack Werkstücke fertigen. Mandalas ausmalen oder selber entwerfen, Zeichnungen mit Bleistift, Kreide, Acryl oder Aquarell fertigen, Körbe flechten, Holzstücke mit einem Holzbrenner bearbeiten, Holzkisten bemalen oder bekleben, Serviettendruck, etc, etc.

Gestaltungsgruppe: Das Thema und die Arbeitsweise wurden vorgegeben. Von Postkarten gestalten über Lesezeichen fertigen bis zu Stempeldrücke und Mandalas entwerfen.

Kunsttherapie: Unter Anleitung mit verschiedenen Malutensilien und -techniken meist abstrakte Kunstwerke erschaffen.

Backgruppe: Man konnte eigene Rezepte einbringen oder auch welche aus dem Klinikordner auswählen und diese umsetzen. Die in der Backgruppe entstandenen Kuchen/Gebäckstücke wurden im offenen Café angeboten.

Einkaufstraining: Montags wird eine Übersicht erstellt, welche Lebensmittel fehlen – insbesondere für das gemeinsame Frühstück, aber auch an verbrauchten Backutensilien. Mit zwei Trolleys bewaffnet wurde die Einkaufsliste dann abgearbeitet.

Lebenspraktisches Training: Im Endeffekt das gründliche Putzen und Ordnen der Gemeinschaftsküche. Auch das Durchsehen des Kühlschrankinhalts nach verdorbenen Lebensmitteln gehört dazu.

Spielegruppe: Manchmal unter Anleitung, manchmal ohne wird zur spielerischen Interaktion angeregt. Ob Brettspiele, Konzentrationsspiele oder auch einfach ein wenig Kickern.

Achtsamkeit: Erlernen der Grundsätze der Achtsamkeit inklusive kleinerer Übungen. Das Verharren im Hier und Jetzt, mit allen 5 Sinnen seine Umwelt wahrnehmen OHNE zu werten.

Genusstraining: Intensives Auseinandersetzen damit, was Genuss eigentlich ist und wie wir ihn wahrnehmen. Darüber hinaus Fokus auf die verschiedenen Sinne, mit Schulungen, was für einen selber Genuss in dem Bereich ist.

Orientalischer Tanz (nur für Frauen): Hier wurde frau die Grundbewegungen gezeigt und dann wurde die Musik angeschmissen. Jede tanzte nach seinem eigenen Gusto.

Garantiert habe ich noch das ein oder andere Detail vergessen, aber das soll hier auch keine genaue Abhandlung werden. Zumal die Tageskliniken ihre Abläufe unterschiedlich (und auch nach dem entsprechenden Personal) ausrichten. Aber bevor ich dann im zweiten Teil zu meinen persönlichen Eindrücken komme, kann sich jeder schon mal einen Eindruck verschaffen, wie die Abläufe waren vor Ort. To be continued…

More is yet to come,

M.