Was muss ich mir eigentlich alles von meinem Ex gefallen lassen, nur weil er Vater unseres Kindes ist?

Der Titel steht ja eigentlich für sich selbst. Gerne hätte ich ihn kürzer und prägnanter formuliert, aber es will mir einfach nicht gelingen ohne Schimpfwörter zu benutzen. Zumindest dürfte man als Leser gewarnt sein, was so in etwa kommen könnte.

Momentan habe ich einen richtigen Hals auf meinen Ex, bin dabei aber auch wütend auf mich selber, weil ich das ja alles so mit mir machen lassen. Wäre dieser Mann nicht auch gleichzeitig der Papa meiner kleinen Maus, ich hätte ihn auf allen möglichen Kanälen geblockt und ihn versucht nie wieder zu sehen. Das geht ja aber leider nicht, ich habe ja auch meiner Kleinen gegenüber eine Verpflichtung.

Dies im Kopf habe ich mir seit langem so einiges von meinem Ex gefallen lassen. Absprachen funktionieren nur so halbherzig. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind nicht so sein Ding. Natürlich freut er sich, wenn ICH es bin, er selbst ist da nicht ganz so genau. Überhaupt lässt er sich sehr gerne bitten, mir seine Zeitpläne mitzuteilen, wann er es denn eventuell einrichten könnte seine Tochter zu betreuen. So mit den wechselnden Arbeitszeiten kann man ja auch überhaupt nicht planen. Ich gab mich lange damit zufrieden, dass er es immerhin regelmäßig einrichten konnte unsere Kleine 2 mal wöchentlich zu sehen bzw zu nehmen. Wir hatten es sogar auf sporadische Übernachtungen ausgebaut!

Allerdings kostete mich dieses Kunststück auch ordentlich Kraft. Denn der Herr möchte eigentlich nicht gefragt werden, wann er arbeitet. Also fragte ich nur, wann er sie denn nehmen könne. Damit er mir bloß keine Auskunft über seine privaten Pläne geben braucht (bitte genervtes Augenrollen einfügen). Auch überhaupt kann er es ja gar nicht ab, schon am Wochenende gefragt zu werden, wie es denn die kommende Woche betreuungstechnisch aussieht. Da hätte man ja im Vorfeld auf den Dienstplan schauen müssen. Es ging sogar so weit, dass ich ihm sowohl freitags als auch samstags Erinnerungen (!!!) schickte, damit er auch dran denkt nachzuschauen. Das war während meiner Zeit in der Tagesklinik, wo ich wirklich genau planen musste, damit das Abholen der Kleinen garantiert war, wenn ich nicht konnte.

Es war auch überhaupt nicht verwunderlich, dass genau in dieser für mich sehr aufreibenden Zeit die Zusagen von ihm nicht eingehalten werden konnten. Statt wie besprochen 2 mal wöchentlich plus 1 mal Übernachten am Wochenende schaffte er es auf 1 mal sehen die Woche – nicht zwingend an einem Wochentag, da hätte er mich ja zu sehr entlasten können.

Komischerweise geht er aber davon aus, dass ich (und auch meine Familie!) immer parat stehen, wenn etwas bei ihm nicht läuft. Da soll ich mal mit seiner Hausverwaltung telefonieren, weil er nicht so gut deutsch sprechen kann. Ich soll ihn beraten, ob er lieber umziehen soll oder nicht. Bei Bewerbungen soll ihm geholfen werden, Kontakte zu Firmen sollen wir ihm herstellen. Und wehe ich lese eine Whatsapp Nachricht nicht von ihm binnen 30 Minuten. Dann wird aber durchgerufen! Warum ich denn nicht auf mein Handy schaue! Aber anstatt mir zu sagen, worum es geht, soll ich die Nachricht lesen.

Leider missverstehen wir uns sehr gerne, wenn unsere Kommunikation nur als Textnachrichten besteht. Für ihn kein Grund auch nur fünf Minuten in ein Telefonat zu investieren. Auch diese – so selten sie denn sind – sind wahrlich keine Freude. Kaum ein Wort der Begrüßung, kein freundliches Wort. Der Ton ist meist genervt und verärgert. Wehe ich frage mal nach, weil ich mehr Informationen haben möchte, da werde ich dann gleich als dumm und begriffsstutzig betitelt. Wenn er alles gesagt hat, legt er auf. Ohne Verabschiedung. Nicht selten schneidet er mir dabei das Wort ab.

Aber was tut man nicht alles zum Wohlergehen seiner Tochter??

Ich bin langsam an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr kann. Dieser Mann stellt in einer Tour nur Forderungen, setzt alles als selbstverständlich hin, was ich bzw. wir für ihn tun. All das, was er für uns tut, ist hart erkämpft und erbettelt. Wenn er denn tatsächlich etwas tut.

Inzwischen hat er eine Ganztagsstelle. Er war es vorher nicht gewohnt, es schlaucht ihn schon sehr. Und oh Wunder, als ungelernte Kraft hat er nicht wirklich viel mehr als mit dem Midi-Job. Auch pendelt er täglich fast 2 Stunden hin und zurück. Wöchentlich wechselnder Schichtdienst. Ja, der arme Mann ist echt geschafft. Aber anstatt, dass er jetzt mal verlässlich mit sich planen lässt, meldet er sich fast gar nicht mehr von selbst. Denn ich habe aufgehört ihm hinterher zu telefonieren oder zu texten. Also fällt ihm dann meist erst am Donnerstag auf, dass er sein Kinde eventuell mal sehen sollte. Tja, und manchmal sind wir dann für Freitag schon verplant. Oder für Sonntag. Ich setze ihn auch nicht mehr in Kenntnis, was ich wann mit ihr geplant habe. Denn ganz ehrlich: wenn er mir bis vor kurzem noch nicht einmal Auskunft geben wollte, ob er denn an diesem Tag arbeitet, warum sollte ich dann die Hosen runterlassen? Er merkt es sich doch eh nicht.

Scheinbar scheint es ihn nicht zu stören, dass er unsere Tochter seltener sieht als zuvor. Manchmal nur anderhalb Stunden die Woche. Sie scheint es auch nicht zu stören. Immer häufiger sagt sie mir, dass sie ihn nicht sehen will oder zumindest nicht zu ihm nach Hause gehen will. Der schaut immer so gruselige Filme (Yoruba-Filme, scheinbar brüllen sich Nigerianer fast ausschließlich an und schaut es auch immer wahnsinnig laut) und sie bekommt davon Ohrenschmerzen.

Jetzt hat er aber den Vogel abgeschossen. Er wünscht sich sehr, dass unsere Tochter seine Eltern kennenlernt. Ihre anderen Großeltern. Das funktioniert nur auf zwei Arten: er fährt mit ihr hin oder seine Eltern kommen hierher. Natürlich ist das nicht gerade günstig umzusetzen. Dass ich ihn mit ihr nach Afrika lasse, ist für mich undenkbar. Allein schon der Krankheiten wegen, die dort vorherrschen, gegen die auch nicht alle geimpft werden kann (Malaria z.B). Aber auch, weil sie nicht einfach mal mit Papa, den sie rund 6 Stunden die Woche sieht für 3 Wochen in ein fremdes Land fahren kann, wo alles anders aussieht, riecht und sich anhört! Von vereinzelten Terroranschlägen mal abgesehen (Nigeria -> Boko Haram!!!!).

Also die Eltern hierher. Am Besten sofort. Im Winter. Ist klar. Nur hat er das Geld nicht. Also sollen wir (meine Familie und ich) ihm was zuschießen. Also als Geschenk, nicht als Darlehen. By the way, er ist auch nicht gerade ein Held, wenn es um Geld zurück zahlen geht… Aber zurück zum Thema. Er hat sogar Glück, wir sind willens. Eher der kleinen Maus zuliebe als ihm – und aus einer vagen Sympathie seiner Eltern gegenüber. Nur leider haben wir das Geld nicht sofort parat. Gerade so vor Weihnachten hat man ja anderes im Sinn mit seinem Geld. Und zum Jahresanfang ist es auch gut, wenn man noch ein wenig in der Hinterhand hat. Zudem gibt es auch andere Gründe, die ich hier nicht unbedingt aufzählen möchte, die es uns jetzt unmöglich machen, einen Teil Großteil der Flugkosten zu übernehmen.

Aber natürlich ist ihm das nicht genug. Erst nachdem er weiß, dass wir ihm was geben, informiert er sich erst, was für Bedingungen erfüllt werden müssen, damit die überhaupt einreisen dürfen. Und das ausgerechnet noch in Fachdeutsch! Also mault er rum. Wir sollen zusehen, dass wir das Geld schnell zusammen bekämen, die berechtigten Gründe, weswegen es länger dauert, interessieren ihn nicht. Und überhaupt, dass wäre alles zu kompliziert, eigentlich wäre es doch viel besser, er fährt mit der Kleinen hin. Wäre ja auch günstiger. Aber wenn wir das Geld nicht zusammmen bekommen, dann macht er mir Stress.

WTF!!!

Ganz ehrlich, wieviel gequirlte Scheiße hat der denn in seinem Hirn?? Anstatt dankbar zu sein, dass wir ihn dabei unterstützen wollen, OBWOHL er mich nur zu gerne hängen lässt, beschwert er sich. Auch scheint er keinerlei Respekt zu besitzen. Weder vor mir noch vor meinen Eltern. Wie sonst könnte er auf die Idee kommen, dass er sich allen familiären Verpflichtungen entzieht, es aber für selbstverständlich erachtet, dass meine Familie ihn unterstützt. Mein Vater hat ihn seit über 2 Jahren nicht mehr persönlich zu Gesicht bekommen. Aber wurde immer mal wieder um Geld gebeten. Also stellvertretend von mir versteht sich. Warum sollte der Ex auch respektvoll mit mir umgehen, schließlich kümmere ich mich nur um seine Tochter, während er sein Ding macht. Wenn ich Entlastung brauche, kann ich mich ja gefälligst an meine Mutter oder meine Freunde wenden. Überhaupt, wie kann man nur psychisch belastet sein. Kann ja nicht so schwer sein, ein Kind zu versorgen, wenn man nicht nebenbei arbeitet. Da kann ich doch noch nebenher für ihn den behördlichen Kram übernehmen und zusätzlich als Blitzableiter dienen, weil er ja so gestresst ist, weil er ja arbeiten muss und sich um sein Wohlergehen kümmert.

Ich kann einfach nicht mehr!

Nicht zum ersten Mal geht mir durch den Kopf, dass ich ihn einfach zu gerne blocken würde über das Handy. Meine Ruhe haben. Nicht überlegen wollen, was er denn diesmal wolle. Oder wofür ich diesmal als Sündenbock oder Blitzableiter herhalten soll. So sollte man mit niemandem umgehen! Erst recht nicht mit der Mutter (Familie) seines Kindes, die fast die ausschließliche Sorgearbeit (emotional, zeitlich wie finanziell) übernehmen!

Ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr darauf zu warten, dass er in der richtigen Stimmung ist, damit ich mal mit ihm reden kann. Er muss endlich was ändern und ein Einsehen haben. Ansonsten kann er sich unseren Kontakt sonst wohin stecken und die Terminabsprache für die Besuchzeiten läuft über das Jugendamt. Und zwar außerhalb meiner Wohnung, denn dort nimmt er sich ja auch alles, was er gerade braucht. Toilettenpapier und Wasser werden gerne mitgenommen (heimlich!), beim Essen wird sich gerne selbst bedient. Auch an meinem Laptop geht er ganz selbstverständlich ohne zu fragen.

Für mich ist das alles nicht mehr tragbar und neben meinem Wohlergehen muss ich auch an unsere Tochter denken. Was soll sie denn lernen, wie man als Frau mit sich umzugehen hat? Als Fußabtreter für Andere? DAS will ich für sie nicht.

Von daher steht mir jetzt eine sehr fiese Auseinandersetzung bevor. Ich rechne mit verbalen Aussetzern und Drohungen seinerseits. Und ich hoffe, dass ich selbst stark genug bin, dass dann auch auszuhalten und nicht weiterzutragen an unsere Tochter.

More is yet to come,

M.

Immer wieder montags…

Es ist mal wieder soweit, es ist Montag und ich will bloggen. Auf dem Weg von der Krippe nach Hause überlege ich mir schon, wie ich es in etwa aufziehen will. Ich bin grade angemeldet, da passiert es. Internet tot. Schon wieder. Jeden verdammten Montag!

Ich hatte es mir so schön eingeplant. Montag ist mein Start in die Woche. Erst Haushalt und das Chaos vom Wochenende beseitigen. Und dann endlich bloggen. Das, was mir am meisten durch den Kopf geistert, wird in Worte gefasst. Aufgeräumt kann ich mich dann auf die kommenden Tage konzentrieren. Oder könnte. Denn seit vier, fünf Wochen raucht mir jedesmal das Internet ab. Immer montags, immer so gegen 11.

Und anstatt zu bloggen hänge ich in der Warteschleife und telefoniere mit Call-Center-Mitarbeitern. Es endet meist damit, dass das Modem neu installiert werden muss. Letztes Mal half auch das nicht. Da verabschiedete sich das Telefon auch gleich mit. Inzwischen hatte ich dann auch Besuch von einem Techniker. Dose war kaputt, das sollte es nun gewesen sein.

Ja ne, is klar. Ich steh kurz vorm Platzen. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich nen schlechten Scherz vermuten. Denn wirklich Jeden verdammten Montag um 11! Internet ist tot. Will irgendwer nicht, dass ich blogge? Ist das ein kosmischer Scherz?

Kann zwar auch vom Handy aus bloggen, aber das ist nicht das Gleiche. Ich seh zu wenig Text, die Gliederung kommt ganz anders rüber. Und für lange Texte ist das echt mühselig. Zudem ist irgendwann mein Datenkontingent aufgebraucht.

Mal schauen, ob ich die Woche nochmalhmal zum bloggen komme, um tatsächlich das zu schreiben, was ich im Kopf hatte und nicht nur meinen Frust hier ablasse. Aber es nervt, echt jetzt.

More is yet to come,

M.